Hauen und Stechen in der Regionalliga? FSV-Sportchef Lenk: "Aue bezahlt das meiste Geld"

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Zwickau - In diesen Tagen und Wochen ist die Zeit bei Sportchefs knapp bemessen. In der Transferperiode ist viel zu tun. Wenn, dann nehmen sie sich während einer Autofahrt Zeit für die Medien. So auch Robin Lenk (42) vom FSV Zwickau. Der 42-Jährige sprach mit TAG24 über das erneute Scheitern von Lok Leipzig und die kommende Regionalliga-Saison.

Bei den Lok-Spielern gab es nach dem erneut verpassten Aufstieg natürlich traurige Gesichter.
Bei den Lok-Spielern gab es nach dem erneut verpassten Aufstieg natürlich traurige Gesichter.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24: Robin, Sie haben die Relegation zwischen Lok und Würzburg verfolgt. Wie sehr schmerzt Sie das erneute Leipziger Scheitern persönlich?

Lenk: "Sehr, das muss ich schon so sagen. Leipzig wurde zweimal in Folge Meister. Nicht, weil sie das meiste Geld haben, sondern weil aus den dortigen Möglichkeiten das Beste gemacht wurde. Zum zweiten Mal zu scheitern, ist schon extrem bitter und ärgerlich. Es wird Zeit, dass sich in dieser Beziehung etwas ändert. Das kann nicht so weitergehen, dass sehr gute Arbeit torpediert wird und der Lohn an zwei Spielen hängt, bei denen Lok nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Das macht wütend."

TAG24: Sie sprechen die mögliche Regionalliga-Reform an …

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Lenk: "Die muss jetzt endlich auf den Weg gebracht werden. Vier Staffeln, vier Meister. Punkt."

TAG24: In der kommenden Saison wird der alte Modus bestehen bleiben, aber der Nordosten hat einen direkten Aufsteiger. Befürchten Sie ein Hauen und Stechen unter den Traditionsclubs?

Lenk: "Nicht nur unter denen. Altglienicke nimmt derzeit viel Geld in die Hand, um den Kader zu verstärken. Sicher nicht für einen Mittelfeldplatz. Der BFC Preußen investiert. Und ja, dann kommen all die Traditionsclubs. Aue hat gesagt, dass es sofort wieder hochwill. Halle hat sich ähnlich geäußert, der CFC nimmt viel Geld in die Hand oder auch Jena, Erfurt und der BFC. Das wird interessant. Bis zu neun Vereine wollen aufsteigen."

FSV-Sportchef Lenk: "Experimente wird es bei uns weder sportlich noch finanziell geben"

FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42) hat die Konkurrenz im Blick - und die rüstet für die neue Saison mächtig auf.
FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42) hat die Konkurrenz im Blick - und die rüstet für die neue Saison mächtig auf.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24: Wer sind denn für Sie die finanzstärksten Vereine der Regionalliga?

Lenk: "Da muss ich nur 35 Kilometer weiter schauen. Die Berater wissen, dass Aue das meiste Geld bezahlt. Das ist ganz einfach so. Dann Halle und der CFC, der mit seinen Transfers für Aufsehen sorgt. Erfurt, Jena, Preußen Berlin, Babelsberg und Altglienicke."

TAG24: Wie sieht es sportlich und finanziell mit Ihrem FSV Zwickau aus?

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Lenk: "Wir waren jetzt Dritter, werden nicht sagen, es darf ruhig weniger sein. Das definitiv nicht. Aber: Wir werden unseren vor drei Jahren eingeschlagenen Weg nicht verlassen. Wir machen das, was wir verantworten können. Experimente wird es bei uns weder sportlich noch finanziell geben. Wir wollen kontinuierlich etwas aufbauen, das wird sich auszahlen."

TAG24: Sollte die Reform kommen, wird die Spielzeit 2027/2028 die Qualifikationssaison. Die besten Zwölf gehen in die neue Regionalliga. Schielen Sie mit Ihrem Weg schon darauf?

Lenk: "Ein bisschen schon. Und das ist genau das, was ich meine. Kein Hauruck, Schritt für Schritt. Wir in Zwickau arbeiten seit drei Jahren mit Rico Schmitt als Trainer und mir als Sportchef, gehen nun in die vierte Saison. Wir haben seit Jahren auch von den Spielern her ein Grundgerüst. Das ist in unserer heutigen Zeit schon Kontinuität. Das bringt den Erfolg."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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