Zwickauer 51 Jahre ohne Titel: Das soll sich jetzt ändern

Zwickau - Der FSV Zwickau ist noch einen Schritt vom Finale zu Hause entfernt und die BSG Stahl Riesa als Sechstligist eine vermeintlich leichte Hürde. Dass der Sachsenpokal allerdings seine eigenen Gesetze hat, wer wüsste das besser als die Schwäne, die dem Pott seit 1991 vergeblich hinterherrennen? Dieses Jahr soll diese Sehnsucht ein Ende haben.

FSV-Trainer Rico Schmitt (4.v.l.) will am Dienstagabend mit seinen Jungs ins Finale.  © picture point/Sven Sonntag

"Die meisten Spieler und auch ich, wir besitzen ja Zweijahresverträge. Ich möchte irgendwann mit meiner Mannschaft auf dem Balkon stehen. Nicht auf irgendeinem privaten, sondern auf dem Rathausbalkon", hatte Coach Rico Schmitt (57) vor der Saison auf der Auftaktpressekonferenz betont.

Er sprach damit vielen aus der Seele. Wie stark sie in Westsachsen nach dem ersten Pokalsieg seit dem Erfolg im FDGB-Pokal 1975 gieren, zeigt, dass 1000 Schlachtenbummler ihren FSV am Dienstagabend in die Feralpi-Arena begleiten werden.

Ein Selbstläufer wird es mitnichten, wie Sportdirektor Robin Lenk (42) betonte. Zumal mit Max Somnitz (22, Wadenbeinbruch und Syndesmosebandriss) sowie Oliver Fobassam (23, Rotsperre) zwei Innenverteidiger fehlen und Schmitt zwangsweise umdisponieren muss.

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Gegen den BFC Preussen zog der 57-jährige Fußballlehrer Joshua Putze in die Viererkette und dies wird aller Voraussicht nach gegen Riesa beibehalten.

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Die Riesaer Feralpi-Arena. Hier muss Zwickau am Dienstagabend gegen die Stahlwerker bestehen.  © picture point/Sven Sonntag

Zur Generalprobe am Freitag kehrte auch Cemal Sezer (30) in den Angriff zurück, der auch am Dienstag erste Wahl sein wird. Fraglich ist noch, wer auf der Zehn agiert, wo Lukas Eixler (22) sich zuletzt mit muskulären Problemen herumschlug.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 30 57:24 65
2 FC Carl Zeiss Jena 30 58:30 63
3 Hallescher FC 30 55:30 57
4 FC Rot-Weiß Erfurt 30 59:38 57
5 FSV Zwickau 30 46:40 55
6 VSG Altglienicke 30 47:36 49
7 Chemnitzer FC 30 46:45 41
8 BFC Preussen 29 39:44 41
9 1. FC Magdeburg II 30 47:45 40
10 FSV 63 Luckenwalde 30 34:42 39
11 Hertha BSC II 30 44:53 39
12 BFC Dynamo 30 41:45 36
13 SV Babelsberg 03 30 50:54 32
14 ZFC Meuselwitz 30 40:51 32
15 BSG Chemie Leipzig 30 32:44 31
16 Greifswalder FC 30 29:42 28
17 FC Eilenburg 30 30:51 22
18 Hertha 03 Zehlendorf 29 22:62 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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