Sieg im Schongang: FSV Zwickau tankt Selbstvertrauen für den Sachsenpokal
Zwickau - Das Sachsenpokal-Halbfinale kann kommen! Am Freitagabend setzte sich der FSV Zwickau mit 1:0 (0:0) gegen den BFC Preußen durch. Neben dem zwischenzeitlichen Sprung auf Platz vier in der Regionalliga Nordost sackten die Schwäne so gleich noch etwas Selbstvertrauen für das wichtige Spiel gegen die BSG Stahl Riesa ein.
Der Dienstag warf schon am Freitag seine Schatten voraus, denn das Duell vor 4164 Zuschauern in der heimischen GGZ-Arena startete im maximalen Schongang. Zwar hatte FSV-Stürmer und Verletzungs-Rückkehrer Cemal Sezer nach einer Prasse-Ecke schon in der 4. Minute die erste gute Chance, seine Direktabnahme ging jedoch knapp vorbei und dann passierte eine ganze Weile nicht mehr viel.
Trainer Rico Schmitt rotierte auf vier Positionen, schonte seinen Top-Scorer Lukas Eixler dabei in Gänze ohne Kaderplatz, musste jedoch auch auf einen umgehenden grippalen Infekt reagieren, der unter anderem Sandro Sengersdorf erwischt hatte.
Die aufgestellte Truppe wollte zunächst ebenfalls gar kein Risiko eingehen, der Gegner machte größtenteils mit. Erst nach 38 Zeigerumdrehungen wurde es mal wieder gefährlich, als die Preußen eine Möbius-Hereingabe fast ins eigene Tor bugsierten und der Nachschuss von Till Jacobi drüber ging.
Der Seitenwechsel brachte eingangs kaum Verbesserung, doch etwas mehr Tatendrang musste Schmitt seinen Mannen in der Kabine eingebläut haben. Allmählich erhöhten die Schwäne nämlich die Schlagzahl, schnürten den BFC immer mehr ein - und belohnten sich schließlich in der 69. Minute.
Sezer bediente Luca Prasse, der noch an Keeper Karl Albers scheiterte. Allerdings versenkte Lennert Möbies das Leder im zweiten Anlauf im Netz.
Preußen-Talent Leo Sommerfeld sammelt blitzschnell zwei Gelbe Karten
Anschließend hatten die Hausherren endgültig Oberwasser und Nick Breitenbücher hätte den Sack eigentlich auch bereits frühzeitig zumachen müssen, aber sein Schuss prallte nur an den Pfosten, ehe Albers die Situation bereinigen konnte (81.).
In der Schlussphase wechselte Schmitt in weiser Voraussicht auf den Sachsenpokal munter durch, nur einer blieb draußen: Marc-Philipp Zimmermann. Damit muss die lebende FSV-Legende weiterhin auf ihren 150. Einsatz und die Verewigung als solche an der GGZ-Arena warten.
Einen Treffer verpasste der Routinier auf dem Rasen jedoch nicht mehr, dafür aber eine Blitz-Ampelkarte aufseiten der Preußen. In der 85. Minute brachte Coach Daniel Volbert nämlich Leo Sommerfeld ins Spiel, keine 120 Sekunden später hatte der 21-jährige Abwehrmann schon den gelben Karton gesehen.
Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, in der 90. Minute noch einmal lautstark gegen den Schiedsrichter zu wettern, der ihn umgehend mit der zweiten Verwarnung vom Platz stellte.
Am Ergebnis änderte das allerdings nichts mehr, es blieb beim knappen 1:0-Erfolg für die Zwickauer.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

