Drama um 96-Profi: Er führte Hannover zum Aufstieg - einen Monat später muss er abtreten!

Hannover - Geschichten, die der Fußball schreibt! Es ist auf den Tag genau einen Monat her, dass die U23 von Hannover 96 zum ersten Mal in die 3. Liga aufstieg. Einer der damaligen Aufstiegshelden beendet jetzt vollkommen überraschend seine Laufbahn!

Mit dem Aufstieg der U23 in die 3. Liga verabschiedet sich Julian Börner (33) vorerst von Hannover 96.
Mit dem Aufstieg der U23 in die 3. Liga verabschiedet sich Julian Börner (33) vorerst von Hannover 96.  © Swen Pförtner/dpa

Es war eine bemerkenswerte Entscheidung von 96-Profi Julian Börner (33). Freimütig hatte der Routinier angekündigt, künftig in der zweiten Mannschaft als Führungsfigur agieren zu wollen.

Und das schon in den Aufstiegsspielen zur Drittliga-Qualifikation gegen die Würzburger Kickers. Gesagt, getan!

In beiden Duellen stand Börner von Anfang bis Ende auf dem Platz, verwandelte im turbulenten Elfmeterdrama den ersten Schuss. Hannover setzte sich mit 8:6 durch und stieg in die 3. Liga auf.

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Was zu dem Zeitpunkt noch nicht klar war - für Börner sollte es das vielleicht letzte Spiel als Fußballprofi gewesen sein!

Dies gab der 33-Jährige in einer Mitteilung über den Klub bekannt: "Im Moment habe ich nicht das Gefühl, dass ich auf absehbare Zeit das abrufen kann, was ich von mir selber erwarten würde, um die mir zugedachte Rolle bei der U23 auszufüllen."

Börner leidet an langwierigen Sprunggelenksproblemen, die sich im Laufe der Saison deutlich verschlimmerten.

Julian Börner zieht bei Hannover 96 einen vorläufigen Schlussstrich

In über 60 Spielen hielt Julian Börner (r.) über drei Jahre seine Knochen für Hannover 96 hin. Jetzt sagt er Körper "Stopp".
In über 60 Spielen hielt Julian Börner (r.) über drei Jahre seine Knochen für Hannover 96 hin. Jetzt sagt er Körper "Stopp".  © Axel Heimken/dpa

Börner, der über 200 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel hat und lange Zeit Co-Kapitän der Profis war, zieht damit einen vorläufigen Schlussstrich, der ungewöhnlich und konsequent zugleich ist.

Der gebürtige Weimarer, der bei Rot-Weiß Erfurt das Fußballspielen lernte, führt aus: "Ich habe die Dinge immer klar und direkt angesprochen, und so mache ich es jetzt auch: Ich möchte nicht einen der Plätze im Kader blockieren – das würde ich aber, weil es bei mir einfach Zeit brauchen wird, um wieder voll fit werden zu können. Wie lange, das weiß ich eben nicht."

Damit ist der vor einem Jahr geschmiedete Plan, die U23 von 96 anzuführen, im Eimer. Seinen Vertrag hat Börner aufgelöst. Er konzentriert sich jetzt voll auf seinen Wiederaufbau in der Reha.

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Mit einem Ziel: Noch einmal auf den Platz zurückzukehren. Von einem sofortigen Karriereende will der Vollprofi nicht reden.

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa

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