Abstiegsalarm auf Rang 17! Hertha BSC nach 1:3-Klatsche am Boden

Bochum - So hatte sich Hertha BSC die Rückkehr aus der Winterpause auf gar keinen Fall vorgestellt! Im Abstiegsgipfel beim VfL Bochum setzte es für die Alte Dame eine ganz böse 1:3-Klatsche.

Bochums Philipp Hofmann traf in der 22. Minute zum 1:0 für die Gastgeber aus dem Ruhrpott. In der 56. Minute erhöhte er auf 3:0.
Bochums Philipp Hofmann traf in der 22. Minute zum 1:0 für die Gastgeber aus dem Ruhrpott. In der 56. Minute erhöhte er auf 3:0.  © Bildmontage Carmen Jaspersen/dpa, David Inderlied/dpa

Mit der stürzt das Team von Trainer Sandro Schwarz auf den 17. Tabellenplatz und somit einen direkten Abstiegsrang ab. Höchster Alarm!

Bochum hingegen zog mit dem Dreier am Gegner vorbei, steht nun mit 16 Zählern sogar auf dem 14. Rang.

Dabei traf der Hauptstadtklub nach nur elf Minuten als Erstes in die Maschen, doch direkt nach dem Treffer von Lucas Tousart schaltete sich der VAR in Form von Daniel Schlager ein und erkannte das Tor ab.

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Das war diskussionswürdig, denn zwar war der Ball bei einer Flanke von Jean-Paul Boetius mit vollem Umfang im Toraus, doch die Flanke fand einige Sekunden vor dem Treffer der Hertha statt.

Bochum hatte danach die Kugel noch einmal zurückerobert, bevor Derry Sherhant sich den Ball schnappte. Die Entscheidung stand aber und danach schlug der VfL gnadenlos zu.

Ein Doppelpack von Philipp Hofmann (22. Minute, 56.) und das Tor von Keven Schlotterbeck (44.) machten das Debakel für Hertha perfekt.

Maximilian Mittelstädt nach dem 0:3 am Boden. Er hatte den Schuss von Hofmann noch abgefälscht.
Maximilian Mittelstädt nach dem 0:3 am Boden. Er hatte den Schuss von Hofmann noch abgefälscht.  © David Inderlied/dpa, Torsten Silz/dpa (Bildmontage)

Lucas Tousart trifft in der ersten Halbzeit zur Führung für Hertha BSC, doch der VAR schreitet ein

Lucas Tousart (l.) traf nach elf Minuten für die Hertha, doch das Tor wurde nach Sichtung der Bilder durch den VAR aberkannt.
Lucas Tousart (l.) traf nach elf Minuten für die Hertha, doch das Tor wurde nach Sichtung der Bilder durch den VAR aberkannt.  © David Inderlied/dpa

In der 63. Minute versuchte Schwarz mit einem Dreifachwechsel für frischen Wind zu sorgen.

Zumindest Jessic Ngankam, der für Scherhant kam, sorgte für Belebung, köpfte in der 77. Minute an die Latte. Den Willen konnte man dem Team nicht absprechen, doch Bochum agierte clever und hielt die Hertha weitestgehend in Schach.

Dabei konnte die Alte Dame noch von Glück reden, dass Hofmann aus seinem Doppel- keinen Dreierpack machte, denn in der 74. Minute rauschte sein Ball nur knapp am Querbalken vorbei.

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Das 1:3 von Suat Serdar war am Ende nur noch Ergebniskosmetik. Auch vier Minuten Nachspielzeit brachten den Berlinern nichts Zählbares mehr ein.

Ab Sonntag wird es nun für die Hauptstädter definitiv richtig ungemütlich!

Die Statistik zu VfL Bochum gegen Hertha BSC

16. Speiltag

VfL Bochum - Hertha BSC 3:1 (2:0)

Aufstellungen

VfL Bochum: Riemann - Janko, Ordez, K. Schlotterbeck, Danilo Soares - Losilla, Stöger (80. Osterhage) - Zoller (72. Asano), Förster (59. Kunde Malong), Antwi-Adjej (72. Holtmann) - P. Hofmann (80. Ganvoula)

Hertha BSC: O. Christensen - Kenny, Rogel, Kempf, Mittelstädt - Tousart, Sunjic (64. Maolida) - Marco Richter, Boetius (63. Serdar), Scherhant (64. Ngankam) - Kanga

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 26.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 P. Hofmann (22.), 2:0 K. Schlotterbeck (45.), 3:0 P. Hofmann (56.), 3:1 Serdar (87.)

Gelbe Karten: Danilo Soares (3) / Kempf (4)

Beste Spieler: Stöger, P. Hofmann / Marco Richter

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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