Hertha BSC will Siegesserie ausbauen, aber es gibt ein Problem
Berlin - Hertha BSC hat am vergangenen Spieltag einen Vereinsrekord geknackt: Vier Siege gab es zum Liga-Auftakt noch nie. Die Serie soll gegen den VfL Osnabrück ausgebaut werden.
Mit einem weiteren Dreier könnte die Alte Dame am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) zudem die Tabellenführung vom 1. FC Nürnberg zurückerobern.
Allerdings muss Stefan Leitl (49) an der Bremer Brücke auf seinen Leitwolf Paul Seguin (31) verzichten, der beim 2:1-Sieg in Magdeburg die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.
"Paul ist natürlich aufgrund seiner Erfahrung, seiner Qualität ein ganz wichtiger Spieler für die Statik des Spiels", konstatierte der Hertha-Coach bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels. Seguin sei derjenige, der den Spielrhythmus bestimme und ein gutes Coaching habe.
Große Umbaumaßnahmen will der Hertha-Coach deshalb aber nicht an seinem System vornehmen. "Wir werden das sehr gut kompensieren und in der Statik unseres Spiels versuchen gleichzubleiben", kündigte Leitl an.
Es werde "einen Eins-zu-eins-Tausch geben". Auch aus dem möglichen Ersatz des 31-Jährigen machte der Übungsleiter kein Geheimnis. Aussichtsreichster Kandidat ist demnach Pascal Klemens (21).
Lässt Stefan Leitl seinen Schweden-Bomber von der Leine?
"Pascal wird es auf seine Art und Weise am Sonntag aufs Feld bekommen, und das wird gut werden", sprach der 49-Jährige dem Eigengewächs sein Vertrauen aus.
In Osnabrück könnte dann auch zum ersten Mal Gustaf Nilsson (29) eine Kostprobe seines Könnens geben. Gegen den 1. FC Magdeburg stand Herthas neuer Sturmtank zwar bereits im Kader, kam jedoch noch nicht zum Einsatz.
"Er ist komplett im Training mit dabei, das Feedback, das er gibt nach den Trainingseinheiten, ist sehr gut", stellte Leitl fest. Allerdings habe der schwedische WM-Fahrer nach wie vor Nachholbedarf.
Das sei "seiner persönlichen Situation in Brügge" geschuldet, da er dort "eben kein Mannschaftstraining hatte", erklärte der Trainer der Berliner.
Mit einem Einsatz in der Startelf ist folglich noch nicht zu rechnen, aber vielleicht lässt Stefan Leitl seinen Schweden-Bomber ja als Joker von der Leine.
Titelfoto: Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

