Hertha-Coach Leitl wütet gegen DFB: "Absoluter Witz"

Von David Langenbein

Berlin - Dieser Unmut ist verständlich: Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) hat kein Verständnis für die Länge der Sperre für seinen Stürmer Dawid Kownacki (28).

Hertha-Coach Stefan Leitl (48) hat seinem Unmut über die unverhältnismäßige Rot-Strafe Luft gemacht.
Hertha-Coach Stefan Leitl (48) hat seinem Unmut über die unverhältnismäßige Rot-Strafe Luft gemacht.  © Andreas Gora/dpa

"Dass das Ganze eine Tätlichkeit sein soll, ist ein absoluter Witz. Das ist ein taktisches Foul", sagte der 48-Jährige vor dem Spiel bei der SV Elversberg am Samstag (13 Uhr/Sky).

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Kownacki zuvor wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall mit einer Sperre von drei Ligaspielen belegt. Dagegen legten die Berliner Einspruch ein.

"Wir hoffen natürlich auch, dass man sich die Bilder noch mal genau anschaut und von der Tätlichkeit weggeht und auf ein taktisches Foul. Dann wären zwei Spiele schon ein Witz für mich, aber wenn es dann zwei sind, sind es zwei", erklärte Leitl.

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Der Pole Kownacki war beim 2:2 von Hertha BSC gegen Darmstadt 98 am Sonntag in der 70. Minute von Schiedsrichter Florian Lechner (34) mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden, was von einigen Beobachtern als harte Entscheidung angesehen wurde.

War das Rot? Kownacki unterbindet Darmstadt-Konter mit Tritt in die Beine

Dawid Kownacki (28) ist für sein Foul im Spiel gegen Darmstadt mit der Roten Karte bestraft worden.
Dawid Kownacki (28) ist für sein Foul im Spiel gegen Darmstadt mit der Roten Karte bestraft worden.  © Andreas Gora/dpa

Kownacki hatte einen Konter der Hessen mit einem Tritt in die Beine von Luca Marseiler (28) unterbunden. Marseiler sei nicht verletzt, betonte Leitl.

"Er konnte weiterspielen und dann drei Spiele zu verhängen, da tue ich mich schon ein bisschen schwer", sagte der Trainer, der für die Entscheidung für einen Platzverweis aber durchaus Verständnis zeigte.

Die Sperre wäre ein herber Schlag für die Hertha, die zuletzt bei der Chancenverwertung immer wieder Probleme hatte.

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Kownacki konnte in dieser Saison wegen Verletzungen erst sieben Pflichtspiele von Beginn machen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

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