Kownacki sieht Rot: Hertha verspielt 2:0 und den Aufstieg?

Berlin - War es das schon mit dem Aufstieg? Hertha BSC kann nicht mehr gewinnen! Die Berliner kamen gegen Darmstadt 98 nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus. Selbst eine 2:0-Führung reichte nicht. Es ist nun schon das fünfte Remis in Folge. Zu wenig, brauchten die Berliner doch unbedingt einen Sieg.

Fabian Reese besorgt die frühe Führung.
Fabian Reese besorgt die frühe Führung.  © Andreas Gora/dpa

Die Alte Dame droht damit schon früh den Anschluss zu verpassen. Die Aufstiegsplätze sind durch das erneute Unentschieden nun schon sieben Punkte weg.

Dabei fing alles so gut an. Erst zwei Minuten waren gespielt, da fand Marten Winkler den blanken Fabian Reese. Mit viel Überzeugung nahm er den Ball direkt und drosch die Kugel in die Maschen. Die Blitz-Führung.

Vor allem Reese hatte jetzt Blut geleckt, scheiterte danach zweimal an Marcel Schuhen. Hertha aber hatte den Fuß weiter auf dem Gaspedal und belohnte sich.

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Julian Eitschberger eroberte beim hohen Pressing den Ball, ließ sein Gegenspieler aussteigen und haute die Kugel aus kurzer Distanz mit Wucht ins Tor - 2:0.

Trotz Sturm-Flaute legte Stefan Leitl unter der Woche den Fokus auf die Defensive. Das zahlte sich aus. Die Berliner hielten den Darmstädter Traumsturm bislang gut in Schach.

Hertha BSC reicht 2:0-Führung gegen Darmstadt nicht

Fraser Hornby bringt Darmstadt per Elfmeter wieder ran.
Fraser Hornby bringt Darmstadt per Elfmeter wieder ran.  © Andreas Gora/dpa

Die Gastgeber tauchten immer wieder gefährlich vor dem Kasten auf, die Chancenverwertung bleibt aber das große Thema. Michaël Cuisance ließ mit seiner Riesen-Chance das 3:0 liegen.

Statt komfortabler Führung machten sich die Hausherren das Leben dann im eiskalten Olympiastadion selber schwer. Aus dem Nichts verursachte Pascal Klemens einen klaren Elfmeter. Fraser Hornby verwandelte sicher. Nur noch 1:2. Alles wieder offen.

Darmstadt kam mit Schwung aus der Pause, konnte aber vom nächsten Klemens-Patzer nicht profitieren. Glück für die Hertha, die jetzt mehr und mehr auf Konter lauerte und erneut den dritten Treffer liegen ließ.

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Von dem dominanten Auftritt aus dem ersten Durchgang war nichts mehr zu sehen. Es spielten nur noch die Gäste, die sich in Form von Hornby belohnten. Er machte den Doppelpack perfekt.

Wie schon beim 3:3 in Fürth hat Hertha erneut ein Spiel völlig unnötig aus der Hand gegeben. Und es wurde noch schlimmer. Dawid Kownacki wollte einen Konter unterbinden, trat Marseiler von hinten in die Beine. Schiedsrichter Florian Lechner zückte Rot. Eine äußerst harte Entscheidung, aber auch ein absolut unnötiger Platzverweis, war die größte Gefahr doch eigentlich schon fast gebannt.

Die Hessen wollten jetzt mehr, Lidberg aber scheiterte an der Latte. Somit muss sich Hertha wieder nur mit einem Remis begnügen. Die Berliner warten nun schon seit sechs Spielen auf einen Dreier und drohen mit dem 2:2 den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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