Hertha sucht Eichhorn-Ersatz: Schlägt jetzt endlich seine Stunde?

Berlin - Wer ersetzt Kennet Eichhorn (16)? Bei Hertha BSC werden die Sorgenfalten wieder größer: Das Verletzungspech hat sich auf schmerzhafte Weise zurückgemeldet. Die Berliner müssen vorerst auf das Supertalent verzichten.

Bei Hertha fehlen mit Kennet Eichhorn (16, 4.v.r.), Maurice Krattenmacher (20, 3.v.r.) und Diego Demme (34, r.) gleich drei Mittelfeldspieler.
Bei Hertha fehlen mit Kennet Eichhorn (16, 4.v.r.), Maurice Krattenmacher (20, 3.v.r.) und Diego Demme (34, r.) gleich drei Mittelfeldspieler.  © Andreas Gora/dpa

Wie lange? Unklar. Eine schnelle Genesung der Sprunggelenksverletzung scheint zumindest nicht gerade wahrscheinlich. Selbst ein Saison-Aus wird offenbar befürchtet.

Und als träfe sein Ausfall die Berliner ohnehin nicht schwer genug, fehlt auch noch sein Ersatz auf unbestimmte Zeit: Diego Demme (34) erlitt schon vor dem Rückrundenauftakt einen Schwindel-Rückfall, verpasste daher das Trainingslager.

Leon Jensen (28), der nächste logische Startelf-Kandidat, arbeitet sich zwar langsam wieder ran, ist aber am Samstag beim KSC vermutlich noch keine Option.

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Jetzt sind andere gefordert. Kevin Sessa (25) zum Beispiel. Mit großen Hoffnungen vergangene Saison verpflichtet, wartet er immer noch auf seinen Durchbruch. Erst bremste den Ex-Heidenheimer eine Knieverletzung aus der Vorbereitung aus, dann machten ihn immer wieder Blessuren zu schaffen.

Am Ende standen zwar 20 Einsätze in seiner Vita, unter Stefan Leitl (48) reichte es aber nur zweimal für die Startelf. Besser wurde es auch nicht in der aktuellen Saison nicht. Wenn Sessa eingewechselt wird, dann meistens erst in der Schlussphase. So wie am Samstag, als der Deutsch-Argentinier in der 88. Minute für den verletzten Eichhorn in die Partie kam. Jetzt könnte seine Zeit endlich gekommen sein.

Kevin Sessa (25, l.) konnte bei Hertha noch nicht die erhoffte tragende Rolle erfüllen.
Kevin Sessa (25, l.) konnte bei Hertha noch nicht die erhoffte tragende Rolle erfüllen.  © Friso Gentsch/dpa

Jeremy Dudziak gibt Bewerbungsschreiben für mehr ab

Jeremy Dudziak (30) zeigte gegen Schalke eine gute Leistung.
Jeremy Dudziak (30) zeigte gegen Schalke eine gute Leistung.  © Andreas Gora/dpa

Oder aber die Personalnot im Mittelfeld spült einen fast vergessenen Hertha-Profi in die Startelf: Gegen Schalke konnte Jeremy Dudziak (30) zumindest sein überraschendes Comeback nach fast eineinhalb Jahren durchaus nutzen.

Leitl, der ihn noch aus gemeinsamen Fürther Zeiten kennt, hält ohnehin große Stücke auf den 30-Jährigen. Nicht aber als Linksverteidiger, sondern in der Zentrale.

"Wenn Jerry fit ist, ist er einer der besten Mittelfeldspieler der Liga", sagte Leitl schon vor Monaten.

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Weitere Alternativen wären Pascal Klemens (20), der eigentlich wieder auf seine gelernte Stammposition als Innenverteidiger rutschen sollte und aus einer langen Pause kommt, sowie Talent Boris Mamuzah Lum (18). Die größten Chancen aber scheinen Sessa oder Dudziak zu haben.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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