Berlin - Keine halben Sachen! Hertha BSC will gegen den krassen Underdog Jeddeloh II nichts anbrennen lassen. Die Berliner gehen das Pokalspiel trotz Zwei-Klassen-Unterschied souverän an. Bloß nicht stolpern!
Gegen den Regionalligisten wird Stefan Leitl (49) zum größten Teil der Mannschaft vertrauen, die am Samstag noch spät Arminia Bielefeld (1:0) bezwingen konnte.
"Es wird keine große Rotation geben", kündigte der Chefcoach an. "Wir wollen und wir werden diesen Gegner sehr, sehr ernst nehmen."
Wie schon gegen Kiel und Bielefeld muss der Chefcoach weiterhin auf Gustaf Nilsson (29) verzichten. Auch Marton Dardai (24) und Boris Mamuzah Lum (19) fallen aus.
Im Sturm geht das Jobsharing zwischen Sebastian Grönning (29) und Luca Schuler (27) daher weiter - mit Vorteil für Ersteren. Die größten Chancen, bei der eventuellen Mini-Rotation in die erste Elf zu rutschen, dürften Julian Eitschberger (22) und Soufian Gouram (20) besitzen.
"Er kommt jetzt wieder langsam in die Form, die er in den ersten fünf, sechs Spielen hatte. Das ist erfreulich zu sehen. Der nächste Step wird sein, dass er mal wieder von Anfang an spielt", so Leitl vielversprechend nach dem Last-Minute-Sieg über Gouram. Vielleicht ja schon am Mittwoch (18 Uhr/Sky)?
Hertha BSC vor Jeddeloh gewarnt
Größer könnten die Unterschiede kaum sein. Hier der Hauptstadtklub aus einer Millionenmetropole, der in der Liga von Sieg zu Sieg eilt. Dort der Dorfverein Jeddeloh mit 1300 Einwohnern aus Niedersachsen. Doch trotz Trainerwechsel und derzeit Platz 13 in der Regionalliga Nord ist der Spitzenreiter der 2. Liga gewarnt.
Zweitligisten liegen dem Außenseiter. In der ersten Runde des DFB-Pokals geriet Heidenheim so richtig unter die Räder. Mit 5:2 wurde der Bundesliga-Absteiger aus dem Wettbewerb gekegelt.
"Es sollte uns schon klar sein, dass wir eine gute, seriöse und eine disziplinierte Leistung brauchen, um in die nächste Runde einzuziehen", so Leitl, der sich vor Ort einen Eindruck aus nächster Nähe verschaffte.
Selbst Elfmeterschießen stand schon auf dem Programm. "Weil es ein Teil des Spiels sein kann. Darauf wollen wir natürlich bestmöglich vorbereitet sein."