Herthas bester Stürmer: Ist Schuler deshalb so stark?

Lagos (Portugal) - Nicht Fabian Reese (28), auch nicht Dawid Kownacki (28) - Herthas bester Torjäger heißt Luca Schuler (26). Sieben Saisontore (fünf in der Liga, zwei im Pokal) hat der Stürmer schon erzielt - und damit mehr als jeder andere.

Luca Schuler (26) ist Herthas derzeit erfolgreichster Angreifer.
Luca Schuler (26) ist Herthas derzeit erfolgreichster Angreifer.  © Andreas Gora/dpa

Im zweiten Hertha-Jahr dreht der Ex-Magdeburger so richtig auf. Die vier Tore aus der Premierensaison hat der Blondschopf jetzt schon übertroffen. Weitere sollen folgen: "Es hätte sicher noch das ein oder andere Tor mehr sein können. Ich will mich aber nicht beschweren. Es ist in Ordnung, zufrieden bin ich aber nicht. Es darf noch das ein oder andere dazukommen", so der Angreifer in einer Medienrunde am Rande des Trainingslagers.

Galt Schuler vor der Saison noch als Abgangskandidat, ist er derzeit Leitls Stürmer Nummer eins. Auch, weil Kownacki mit einem grippalen Infekt erst mal in Berlin geblieben ist. Ist der Pole wieder fit, muss er erst mal an Schuler vorbei. Doch was macht ihn derzeit so stark?

Schuler verrät: "Ich habe ein bisschen etwas bei mir angepasst mit meiner Ernährung und meinem Training."

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Manchmal sind es nur Nuancen, die den Ausschlag geben können. In seinem Fall ist das Laufen statt Pumpen. "Ich mache jetzt zum Beispiel ein bisschen weniger Krafttraining, dafür ein bisschen mehr konditionelle Einheiten. Ein Mix aus Grundlagenausdauer und Box-to-Box-Läufen. Das tut mir bis jetzt ganz gut. Dazu kommt natürlich die Spielzeit. Spielfitness kriegt man nur über die Spiele."

Luca Schuler über Rückrunden-Start: "Das sind die Spiele der Wahrheit"

In Fürth war Schuler (l.) gleich doppelt zur Stelle.
In Fürth war Schuler (l.) gleich doppelt zur Stelle.  © Daniel Karmann/dpa

Als der schnelle Angreifer im Sommer 2024 zu Hertha wechselte, trat er ein schweres Erbe an. Obwohl ein ganz anderer Spielertyp, sollte er Haris Tabakovic (31) ersetzen. Klappte nicht. Noch schlimmer aber: Im April verletzte er sich derart schwer an der Hüfte, dass er monatelang ausfiel.

Jetzt ist der Goalgetter nicht nur fast wieder bei 100 Prozent, sondern hat auch den Torriecher wieder.

"Bei mir ist der körperliche Zustand immer sehr entscheidend, in welche Richtung es gehen kann. Von daher bin ich schon mal sehr zufrieden."

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Sein Ziel: gesund bleiben, richtig fit werden und wieder in den Flow kommen. Am besten schon zum Rückrundenauftakt gegen Schalke, denn gegen Ex-Klubs trifft Schuler besonders gerne. Vor allem Jugendklub Kaiserslautern, aber auch Magdeburg hat das vergangene Saison zu spüren bekommen. Nur die Knappen fehlen noch. Schuler: "Ich hätte nichts dagegen, am 18. Spieltag da weiterzumachen."

Der Stürmer weiß auch, dass sich die Berliner einen erneuten Fehlstart wie zu Saisonbeginn nicht erlauben können. Allein das Auftaktprogramm hat es in sich. In den nächsten sechs Spielen trifft Hertha auf die gesamte Top 5. "Das sind die Spiele der Wahrheit", so Schuler. "Wir gehen nicht rein und gucken erst mal, sondern wollen jedes Spiel davon gewinnen. Das ist unser Anspruch. Dafür haben wir auch die Qualität."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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