Jugend forscht bei Hertha BSC: Talente überzeugen im Trainingslager

Kitzbühel - Der erste Neuzugang bei Hertha BSC lässt weiterhin auf sich warten. Für viel Freude sorgen derweil im Trainingslager in Kitzbühel die Nachwuchsspieler.

Nicht nur die Übung bereitet viel Freude, auch die Talente um Niklas Hildebrandt (18, v.) machen Spaß.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

"Wir haben angekündigt, den Berliner Weg nicht nur auf der Tonspur zu verkünden, sondern auch auf dem Platz zu zeigen", sagte Hertha-Boss Peter Görlich (59) zum Trainingsauftakt Ende Juni. Das zeigt sich allein mit Blick auf den zugegeben noch unfertigen Kader: Gleich acht Talente durften die Reise nach Tirol mit antreten - und sind eine absolute Bereicherung.

"Die Jungs bereiten so viel Freude, ziehen voll mit. Wir haben so einen geilen Teamspirit", lobt Cheftrainer Stefan Leitl (48) seine junge Mannschaft.

Neben den vier bereits bekannten hochgezogenen Hertha-Talenten um Soufian Gouram (20), Selim Telib (20), Niklas Hildebrandt (18) und Jelani Ndi (18) sind auch Kian Todorovic (19), Linksverteidiger Mayson Grothe (17), Abwehrspieler Jerome Diallo (17), sowie Keeper Burak Özkanli (19) mit in Österreich.

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Dann wäre da auch noch Boris Mamuzah Lum (18), das nächste hoffnungsvolle Talent. Ihm werden die besten Chancen auf einen Stammplatz eingerechnet. Im Vorjahr hieß sein Pech Wunderkind Kennet Eichhorn (16), doch mit seinem Abgang könnte nun Lum als Sechser durchstarten - auch wenn ihn sein Trainer noch bremsen muss.

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Boris Mamuzah Lum will bei Hertha BSC den nächsten Schritt gehen

Boris Mamuzah Lum (18, M.) absolvierte vorige Saison neun Spiele in der 2. Liga.  © Andreas Gora/dpa

"Bobo ist ein Spieler, der immer spielen will, was grundsätzlich gut ist", sagte Leitl nach dem Test gegen Mamelodi Sundowns. Vor knapp zwei Wochen stand der Mittelfeldspieler noch mit Deutschland bei der U19-EM im Finale in Wales, nachdem er sich im April am Knie verletzt hatte. Drei Tage später trainierte er schon wieder in Berlin.

"Ich glaube, dass wir ihn immer wieder abholen müssen und auch offen mit ihm sprechen müssen, dass da vor dieser Europameisterschaft eben auch eine schwere Verletzung war", will Leitl auf die Belastungssteuerung achten.

Gegen die Südafrikaner konnte der 19-Jährige durchaus Eindruck hinterlassen: "Man hat seine Stärken heute gesehen: diese Ballgewinne, dieses Nachverteidigen auf einem wirklich guten Niveau. Jetzt geht es halt darum, dass wir auf diesem Niveau an seiner Spielfortsetzung arbeiten. Da muss er sich definitiv noch steigern."

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Doch auch die restlichen Talente könnten in der 2. Liga auf ihre Minuten kommen. Gouram spielt eine ordentliche Vorbereitung, kann als Zehner, Achter oder Sechser agieren. Telib bekam nach dem Test gegen Sundowns ebenfalls ein Lob vom Chef. Auch Diallo überzeugte trotz seiner erst 17 Jahre durch Ruhe und Abgeklärtheit. Ndi blieb diesmal zwar etwas unauffällig, kann der Hertha mit den Dribblings und seiner Unbekümmertheit aber guttun.

Die Hertha-Jugend macht einfach Spaß. "Die Jungs sind da, die machen es wirklich gut. Jetzt werden wir sehen, wie sich die nächsten Tage entwickeln", so Leitl. "Das ist alles Vorbereitung - ohne Druck zu spielen. Wenn es dann Richtung Bochum geht, dann beginnt die heiße Phase. Dann wird man sehen, wie sie reagieren."

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