Nix zu holen in der Fremde: So will Hertha die Auswärtsmisere stoppen

Berlin - Hertha BSC ist auf Rekordjagd. Jedoch in negativer Hinsicht. Eine Niederlage noch und die Berliner sind genauso erfolglos wie in der Saison 2016/2017. Damals kassierten sie unter Pal Dardai (47) ganze neun Auswärtspleiten nacheinander.

Für Herthas Maximilian Mittelstädt (26) hagelte es in der Fremde Pleiten in Serie.
Für Herthas Maximilian Mittelstädt (26) hagelte es in der Fremde Pleiten in Serie.  © Uwe Anspach/dpa

Es braucht nicht viel Fantasie, dass der Hauptstadtklub mindestens ihren eigenen Negativ-Rekord einstellen: Zu schwach, zu harmlos, zu fehlerhaft präsentierten sich die Blau-Weißen in der Fremde.

Jetzt geht es auch noch gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky). Dort sieht es ganz anders aus. Die Streich-Elf gewann alle ihre letzten elf Heimspiele und kann sich weiter Hoffnungen auf die Champions League machen.

Für Hertha hingegen geht es ums nackte Überleben. Mit der Auswärtsphobie (erst vier Punkte) dürfte es aber in Sachen Klassenerhalt eng werden.

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Hertha BSC Pal Dardai verrät auf seiner letzten PK: Das ist mein künftiger Job bei Hertha!

"Wenn man die Daten sieht, ist es keine große Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Du siehst aber auch, wie wir mit gewissen Situationen auswärts umgehen - das ist der größte Unterschied zu unseren Heimspielen", versucht auch Sandro Schwarz (44) eine Erklärung für die nicht enden wollende Auswärtsschwäche zu finden.

"Zum Beispiel bei einem Rückstand. In den Heimspielen hatten wir immer das Gefühl, dass wir in der Lage sind das Spiel in bestimmten Situationen und Phasen noch zu drehen."

Für Sandro Schwarz (44) ist der größte Unterschied zwischen den Heim- und Auswärtsauftritten der Umgang mit gewissen Situationen.
Für Sandro Schwarz (44) ist der größte Unterschied zwischen den Heim- und Auswärtsauftritten der Umgang mit gewissen Situationen.  © Uwe Anspach/dpa

Hertha BSC will in Freiburg sein Heimgesicht zeigen

In der Fremde aber macht sich die Alte Dame zu häufig selbst das Leben schwer. So wie beim Kellerduell in Hoffenheim (1:3), als sich die Berliner zwei unnötige Elfmeter einfingen. Die Partie war danach im Prinzip schon entschieden. "Da gilt es dann einfach für uns stabil in seiner Aufgabe zu bleiben und die taktische Disziplin an den Tag zu legen", so Schwarz. "Dass Fehler in diesem Spiel passieren, kommt häufig vor. Aber wie gehst du damit um? Das ist das Entscheidende."

Der Champions League-Aspirant dürfte seine Elf jedoch vor einer schwierigen Aufgabe stellen. Der letzte Auswärtssieg liegt mittlerweile 13 Jahre zurück. Schwarz weiß, worauf es ankommen wird, um zumindest die Negativ-Serie zu stoppen. "Das, was wir in den Heimspielen gezeigt haben, Nehmerqualitäten zu haben, das wird elementar wichtig sein für das Spiel in Freiburg."

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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