Hertha wartet weiter auf Neuzugänge und schwört Fans auf längere Reise ein
Berlin - Vergangenes Jahr rief Hertha-Präsident Fabian Drescher (43) bei der Saisoneröffnung noch den Aufstieg aus. Voller Euphorie und mit der Verlängerung von Fabian Reese (28) und Michael Cuisance (26) sollte es im dritten Versuch endlich klappen. Diesmal ist alles anders.
Reese und Cuisance sind weg, die Euphorie auch. Hertha BSC ist der einzige Klub im deutschen Profifußball, der noch keinen einzigen Neuzugang präsentieren konnte. Am Freitag geht es ins Trainingslager, zwei Wochen nach der Rückkehr aus Österreich eröffnet Hertha dann auch schon die Saison mit dem schweren Auswärtsspiel in Bochum (7. August).
"So eine Saisoneröffnung ist immer wieder der Beginn einer gemeinsamen Reise. Bei solchen Reisen passieren Dinge, an die man vorher gar nicht geglaubt hätte. Bei solchen Reisen fängt es auch mal an zu regnen. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass wir diese Reise gemeinsam angehen", schwor Peter Görlich (59), der diesmal Drescher vertrat, am Sonntag die Fans ein.
Ein Saisonziel gab der Hertha-Boss nicht preis, die Rückkehr ins Oberhaus wird vermutlich aber nicht ausgerufen.
So lässt es sich zumindest zwischen den Zeilen herauslesen: "Das soll eine vieljährige Reise werden, keine einjährige. Dafür brauchen wir euch."
Leitl hofft auf Neuzugänge bis zum Trainingslager
Heißt: Hertha muss sich weiter gedulden. Die Berliner haben sich einen strikten Sparkurs verschrieben. Das zeigt sich auch darin, dass trotz der Millionen-Verkäufe keine neuen Hertha-Stars verpflichtet wurden: "Wir müssen daran glauben, dass die Strategie greift", sagte Görlich. "Dieser Verein hat es verdient, dass wir es seriös und solide machen."
Der Wunsch nach Neuzugängen ist dennoch groß - nicht nur bei den Fans. "Es muss jetzt definitiv was passieren. Das ist auch Fakt", stellte Trainer Stefan Leitl (48) nach dem Testspielsieg bei Lok Leipzig klar.
"Der Wunsch ist groß, dass wir bis zum Trainingslager etwas hinbekommen. Das ist ein kurzer Zeitraum. Mal sehen, was geht."
Titelfoto: Matthias Koch/Sportfoto Matthias Koch./dpa
