Berlin - Der Spitzenreiter kommt mit großer Unterstützung nach Oldenburg. 5500 Hertha-Fans begleiten die Mannschaft in den Norden. Das Marschweg-Stadion (Kapazität von 15.200 Zuschauern) ist damit fest in Hertha-Hand.
"Sensationell", freut sich auch Stefan Leitl (49) über die lautstarke Unterstützung. "Es freut mich wahnsinnig, weil es sich die Jungs aufgrund der Leistungen verdient haben. Es zeigt, wie eng das Band zwischen Mannschaft und Fans ist."
Hertha BSC kommt mit viel Selbstvertrauen im Gepäck. Noch immer sind die Berliner ungeschlagen und eilen weiter von Sieg zu Sieg (acht von neun Ligaspielen gewonnen).
Gegen den Regionalligisten Jeddeloh II ist der Spitzenreiter der 2. Liga am Mittwoch (18 Uhr/Sky) klarer Favorit. Dennoch nimmt die Alte Dame Jeddeloh II nicht auf die leichte Schulter. In der ersten Runde kegelte der Underdog Heidenheim mit 5:2 aus dem Wettbewerb.
"Wir sind gewarnt. Wir werden diesen Gegner sehr, sehr ernst nehmen", so Leitl, der Jeddeloh selber unter die Lupe genommen hat. "Wir wurden herzlich empfangen dort. Die Bratwurst war gut. Wir haben gute Erkenntnisse mitgenommen. Wir sind top vorbereitet", berichtete der Hertha-Coach.
Mit Burak Bahar (34) steht seit einigen Tagen auch der neue Trainer fest. Der 34-Jährige kennt Hertha bestens, war er von 2022 bis 2024 Co-Trainer von Herthas U17.
Hertha gewann in der ersten Runde im Elfmeterschießen
An Selbstbewusstsein mangelt es den Niedersachsen nach der Pokalüberraschung zumindest nicht. Schon bei der Auslosung kündigte der Sportliche Leiter Olaf Blanke (57) an, dass sie im Elfmeterschießen weiterkommen werden. Das will Hertha natürlich verhindern, notfalls dann vom Punkt. Hertha lässt nichts unvorbereitet und übt schon Elfmeterschießen.
"Egal in welcher Liga der Gegner spielt, es ist Teil des Spiels. Es kann auch in die Verlängerung gehen und wir haben uns heute schon im Hinblick auf das Spiel am Mittwoch aufs Elfmeterschießen vorbereitet", verrät der Coach.
Auch beim morgigen Abschlusstraining sollen die Elfmeter eine Rolle spielen. "Weil es ein Teil des Spiels sein kann. Darauf wollen wir natürlich bestmöglich vorbereitet sein."
Schon vor der ersten Runde bei Drittligist Saarbrücken (4:2 i.E.) ließ Leitl Elfmeterschießen üben. Es machte sich bezahlt. Hertha zeigte sich sicher vom Punkt und zog in die nächste Runde ein.
Verzichten muss der Coach weiterhin auf Stürmer Gustaf Nilsson (29) sowie Marton Dardai (24) und Boris Mamuzah Lum (19).