Realistisch? So viele Punkte will Dardai mit Hertha noch bis zur Winterpause holen

Berlin - Nach dem Auswärtsspiel war Hertha BSC nach Pal Dardais (47) Zielvorgabe noch zwei Punkte im Soll. Vier Spiele später hinkt die Mannschaft der Rechnung des Trainers hinterher. "Ich sehe minus zwei Punkte. Die müssen wir irgendwo erst mal wiedergutmachen", sagte der Chefcoach nach dem 2:2 gegen den KSC. "Ein Punkt bringt uns nicht weiter."

Er ist Herthas Unterschiedspieler: Fabian Reese (25) erzielte vier Tore und bereitete fünf vor.
Er ist Herthas Unterschiedspieler: Fabian Reese (25) erzielte vier Tore und bereitete fünf vor.  © Soeren Stache/dpa

Gerade gegen Karlsruhe war mehr drin, die Berliner aber ließen die Entscheidung gleich mehrmals liegen. Zuvor holte die Alte Dame schon in Rostock nur ein 0:0. Zu wenig, um oben mitzumischen.

So verharrt Hertha als Tabellenzwölfter im Mittelfeld. Dardai aber gibt sich damit nicht zufrieden. Die Hertha-Ikone hat schon zum Saisonstart bis zur Winterpause auf Platz fünf oder sechs geschielt - und dabei bleibt es auch.

Wie Bild berichtet, soll die Mannschaft bis zum Ende der Hinrunde auf insgesamt 27 Punkte kommen. 17 Zähler haben sie bereits auf dem Konto. Zehn weitere sollen also bei noch vier verbleibenden Spielen noch hinzukommen. Heißt: verlieren verboten!

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"Als Trainer muss man sich Ziele setzen. Ich kann doch nicht sagen, dass wir im Niemandsland der Tabelle zufrieden sind", so Dardai zur Bild. "Wenn es gut läuft, können wir Weihnachten auf Platz vier oder fünf sein und dann von etwas Schönem träumen."

Hertha BSC fehlen für "etwas Schönes" noch zehn Punkte

Pal Dardai (47) will mit Hertha in vier Spielen noch zehn Punkte holen.
Pal Dardai (47) will mit Hertha in vier Spielen noch zehn Punkte holen.  © Soeren Stache/dpa

Damit der Punkte-Plan aber auch aufgeht, muss Hertha am Freitag in Hannover schon mindestens ein Remis holen. Danach spielen die Blau-Weißen noch gegen Elversberg (Heim), Kaiserslautern (Auswärts) und Osnabrück (Heim). Drei Siege und maximal ein Unentschieden sind dann Pflicht.

Schon in der Vergangenheit hat Dardai mit solchen Zielvorgaben gearbeitet und dabei stets gute Erfahrungen gemacht.

"Das sollte Erleichterung geben, nicht Hemmung. Da muss man nicht mit Angst spielen. Es sollte das Gefühl vermitteln, dass man alles geben kann und der Trainer nicht sauer ist, wenn man verliert."

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Auffällig aber: Bislang hat sein Team, die erst zweimal in Folge gewinnen konnten, immer dann, wenn sich die Möglichkeit bot sich oben festzusetzen, diese verstreichen lassen. Das soll sich bis zur Winterpause ändern.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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