Wolfsburg lässt nicht locker: Geht Hertha-Star Reese doch zum VfL?
Berlin - Alle blicken auf Kennet Eichhorn (16), doch auch die Zukunft von Fabian Reese (28) ist ungewiss. Verliert Hertha BSC nicht nur sein Wunderkind, sondern auch noch DEN Unterschiedsspieler der letzten Jahre?
Das Interesse vom VfL Wolfsburg an Reese ist offenbar ungebrochen. Sky zufolge ist der Flügelflitzer sogar der Wunschtransfer. Im Hintergrund sollen Gespräche bereits laufen.
Der Ausgang ist allerdings offen, so kann von einer Einigung keine Rede sein. Dennoch baggern die Wölfe an Herthas Top-Star. So sagte Wolfsburgs Sportdirektor Primin Schwegler (39) zu Sky, dass Reese "ein interessanter Spieler" sei.
Fraser Hornby (26), Elvis Rexhbecaj (28), HSV-Bomber Robert Glatzel (32) und Reese - das wäre mal eine Ansage für die 2. Liga vom VfL. Aber geht Herthas Kapitän tatsächlich nach Wolfsburg zu einem Ligakonkurrenten?
Schwer vorstellbar, hat der Flügelflitzer doch trotz seiner Liebe zu Berlin nie ein Geheimnis daraus gemacht, in der Bundesliga spielen zu wollen. Am liebsten mit Hertha. Das große Ziel aber hat die Alte Dame erneut klar verfehlt.
An Reese lag es nicht. Er machte auch in dieser Saison häufig wieder den Unterschied. Seine 23 Scorerpunkte (13 Tore, zehn Vorlagen) sind persönlicher Bestwert: Reese ist eigentlich zu gut für diese Liga.
Hertha BSC muss Spieler verkaufen - auch mit Qualität
Klar ist: Seine Zukunft ist offen wie nie. Hertha muss Spieler verkaufen und wird Qualität verlieren, wie Hertha-Boss Peter Görlich (59) bereits ankündigte. Die Berliner müssen auch in diesem Jahr wieder einen zweistelligen Transferüberschuss erzielen. Allein der Verkauf von Eichhorn, dessen Ablöse geringer ausfallen soll als angenommen, wird da nicht reichen.
Auch ein Reese-Abgang scheint zumindest nicht ausgeschlossen, zumal sich die Berliner die Vertragsverlängerung bis 2030 einiges haben kosten lassen. Ob aber Reese innerhalb der 2. Liga wechselt? Mit dem Abstieg schien sich ein Wechsel zu den Wölfen eigentlich schon zerschlagen zu haben.
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa
