Bundesliga-Profi läuft erstmals als Kapitän auf: Opa wusste es als Erstes

Hamburg - Trotz der 0:1-Niederlage im Nachholspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend war die Partie für einen Spieler etwas ganz Besonderes. Nicolai Remberg trug erstmals die Binde und durfte als Kapitän auf dem Rasen des Volksparks auflaufen.

Nicolai Remberg (25) lief erstmals als Rothosen-Kapitän auf den Rasen des Volksparkstadions auf.
Nicolai Remberg (25) lief erstmals als Rothosen-Kapitän auf den Rasen des Volksparkstadions auf.  © Marcus Brandt/dpa

Das vom Trainer entgegengebrachte Vertrauen bedeute dem erst 25-jährigen Profi unheimlich viel.

"Ich bin stolz und danke dem Trainerteam auch, dass sie mir die Verantwortung übergeben haben", gab er nach der Begegnung zu.

Nachdem er erfahren hatte, dass er diese für ihn so ehrenvolle Aufgabe beim Flutlichtspiel erfüllen werden dürfe, habe er es einer ganz bestimmten Person seiner Familie als Erstes verraten wollen.

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"Ich habe Opa schnell angerufen. Das war für mich schon richtig, richtig cool", lächelte der Mittelfeldmann und ergänzte: "Ich habe auch direkt überlegt, wie es wäre, wenn man mir das als Kind gesagt hätte ...".

Sein Opa jedenfalls habe es zunächst gar nicht glauben können, so Remberg. "Er ist dann aber direkt zum Nachbar rüber. Es ist schon auch für ihn etwas Besonderes."

Kapitänsbinde gibt Remberg Extraportion Motivation

Als Kapitän versuchte Nikolai Remberg (25, l.), seiner Mannschaft auf dem Platz einzuheizen.
Als Kapitän versuchte Nikolai Remberg (25, l.), seiner Mannschaft auf dem Platz einzuheizen.  © Marcus Brandt/dpa

Die Binde am Arm habe dem 25-Jährigen auch nochmal einen Extrapush gegeben, wie er zugab.

"Das gibt dir schon ein gutes Gefühl, weil du noch ein bisschen sicherer bist. Aber auch ohne Binde versuche ich die Jungs immer mitzuziehen, aufzumischen."

Geholfen hat diese Extraportion Motivation zumindest hinsichtlich des Ergebnisses nicht so viel. Bis auf die Last-Minute-Chance durch Luka Vuskovic (19) fand seine Mannschaft einfach nicht mehr den nötigen Drive, um doch noch einen Punkt mitzunehmen.

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Das musste auch Remberg zugeben – als Kapitän gehört es eben auch dazu, kritische Worte zu äußern.

"Wir sind zwar nicht sehr unzufrieden, aber wir haben uns ein bisschen was anderes vorgenommen. Wir wollten in den Positionen stehen und uns an den Plan halten und dann haben wir es aber ein bisschen anders gemacht. Dann wird es gegen Leverkusen natürlich schwer, da sie einfach viel Ballbesatzung haben", analysierte der Übergangs-Kapitän.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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