Erster Auswärts-Dreier! HSV bricht Fluch gegen Heidenheim

Hamburg - Die heimschwächste empfing die auswärtsschwächste Mannschaft der Bundesliga. Den "Fluch brechen" konnte in dieser Partie schlussendlich verdient der HSV. Die Rothosen schlugen die Heidenheimer in der Voith-Arena mit 2:0 (1:0) und sicherten sich den ersten Auswärtssieg im Oberhaus seit 2018!

Ransford Königsdörffer (l.) brachte die Rothosen quasi mit dem Halbzeitpfiff gegen Heidenheim in Führung.  © Harry Langer/dpa

Und das, obwohl zunächst die Gastgeber besser in diese Partie des 21. Spieltags fanden. Glück für die Hanseaten, dass der FCH in der Anfangsphase die herausgespielten Chancen nicht verwertete.

Besonders mit der ersten dicken Gelegenheit hätten die Gastgeber früh in Führung gehen können (5.).

Wäre da nicht Heuer Fernandes, der den Versuch von Dorsch, das Leder mit voller Wucht volley in den Kasten zu bringen, parierte.

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Das schien der Wachmacher für die Gäste aus Hamburg gewesen zu sein. Während sie sich in den ersten zehn Minuten vor allem durch Fehlpässe und harte Fouls auszeichneten, übernahmen die Rothosen nach und nach die Kontrolle über das Geschehen.

Auch der brutale Fehlpass von Muheim in der 23. Minute wurde nicht bestraft. Im Gegenteil: Quasi mit dem Halbzeitpfiff fiel es dann plötzlich, das 1:0 für die Gäste (45.+3). Der Strahl von Königsdörffer von der linken Seite sorgte für die verdiente Belohnung einer letztlich doch noch guten ersten Hälfte des Aufsteigers.

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Aus Sicht vom FC Heidenheim: Ganz bittere zweite Hälfte

Budu Zivzivadzes (M.) legte mit seinem Pass auf Stefan Schimmer das 1:2 eigentlich vor. Die Technik zeigte allerdings knappes Abseits an.  © Harry Langer/dpa

Beide Teams kamen mit einem Doppelwechsel aus der Kabine.

Der offensive Tausch der Gastgeber sorgte aber nicht für die erhoffte Erlösung - und das, obwohl sie die Zweikämpfe für sich entschieden und inzwischen auch mehr Ballbesitz hatten.

Auch ein schneller Konterversuch durch den eingewechselten Conteh in Minute 57 und der starke Kopfballversuch von Mainka aus rund elf Metern verhalf den Gastgebern nicht zum Anschlusstreffer. Letzteren hievte Heuer Fernandes gerade noch so mit einer Hand über das Netz.

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Mit Beginn der Schlussviertelstunde wurde es dann nochmal spannend. Der Wille bei Heidenheim war ungebremst da, hier noch das verdiente 1:1 zu erzielen. Unmittelbar dreimal hintereinander zwang die Schmidt-Elf den HSV-Keeper zum Fliegen. Immer nur knapp flippte Heuer Fernandes den Ball über die Latte.

Doch dann folgten ganz bittere Momente für das Team vom Schlossberg. Nach einem Konter fällt zuerst das 2:0 für die Rothosen durch Philippe (79.), danach wird der Anschlusstreffer von Heidenheims Schimmer (82.) wegen eines mutmaßlichen Millimeters Abseits durch Schiedsrichter Siebert zurückgenommen.

Sichtlich enttäuscht wollte FCH-Coach Frank Schmidt von diesem Thema im Anschluss an die Partie aber nichts mehr wissen."Soll ich mich jetzt ausheulen? Das sind faktische Entscheidungen, die gilt es zu akzeptieren", erklärte er am Sky-Mikrofon.

Mit Abpfiff des Duells kann Merlin Polzin aufatmen, während dem FCH aufgrund der anderen Ergebnisse dieses Spieltags das Wasser nun bis zum Hals steht.

Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem HSV

Bundesliga, 21. Spieltag

1. FC Heidenheim - Hamburger SV 0:2 (0:1)

Aufstellung FCH: Ramaj - Busch, P. Mainka, Gimber (77. Beck) - Traoré (46. Conteh) Traue, Niehues (63. Zivzivadze), Behrens, Dorsch, Dinkci, Ibrahimovic (63. Honsak) - Pieringer (46. Schimmer)

Aufstellung HSV: Heuer Fernandes - Omari, L. Vuskovic, Elfadli (46. Torunarigha) - Lokonga (46. Downs), Remberg, Jatta, Muheim, Fabio Vieira (80. Gocholeishvili), Otele (68. Philippe) - Königsdörffer (68. Mikelbrencis)

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: 15.000

Tore: 0:1 Königsdörffer (45+3.), 0:2 Rayan Philippe (78.)

Gelbe Karten: Elfadli (3), Mikelbrencis (1)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 20 74:18 51
2 Borussia Dortmund 21 43:20 48
3 TSG 1899 Hoffenheim 20 43:23 42
4 VfB Stuttgart 21 38:28 39
5 Bayer 04 Leverkusen 20 39:27 36
6 RB Leipzig 20 38:27 36
7 SC Freiburg 21 32:33 30
8 Eintracht Frankfurt 21 41:46 28
9 1. FC Union Berlin 21 26:34 25
10 1. FC Köln 20 29:32 23
11 Hamburger SV 20 21:29 22
12 Borussia Mönchengladbach 21 25:34 22
13 FC Augsburg 21 24:39 22
14 1. FSV Mainz 05 21 25:33 21
15 VfL Wolfsburg 21 29:44 19
16 SV Werder Bremen 21 22:39 19
17 FC St. Pauli 21 20:35 17
18 1. FC Heidenheim 21 19:47 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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