HSV knöpft Bayer zum Abschluss einen Punkt ab, Werkself verpasst Königsklasse

Leverkusen - Frust bei Bayer 04 Leverkusen, ein versöhnlicher Abschluss für den HSV: Die Rothosen haben die kleine Hoffnung der Werkself auf die Champions League am letzten Bundesliga-Spieltag durch ein 1:1-Unentschieden zunichtegemacht.

Der HSV knöpfte dem HSV am letzten Spieltag noch mal einen Punkt ab. Die Werkself verpasst die Champions League.  © Federico Gambarini/dpa

Die Ausgangslage für Bayer war klar: Ein eigener Sieg und Niederlagen vom VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim waren notwendig, um die Königsklasse noch zu erreichen - die erste dicke Chance des Spiels gehörte aber den Hanseaten.

In der 17. Minute klatschte ein Kopfball von Nicolas Capaldo, der es in den endgültigen WM-Kader Argentiniens schaffen will, an den Pfosten des Leverkusener Tores. Vorausgegangen war eine starke Flanke von Rayan Philippe.

Anschließend übernahm allerdings Bayer das Kommando - und kam zur Riesenchance vom Punkt: Nach Foul von Jordan Torunarigha an Patrik Schick trat der Gefoulte selbst an, scheiterte jedoch an Sander Tangvik, der überraschend für Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes im Tor stand (26.).

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Generell avancierte der Norweger im weiteren Verlauf zum Unterschiedsspieler. Immer wieder war er erstklassig zur Stelle, unter anderem bei einem satten Kopfball von Malik Tillman kurz vor der Pause (45.+3).

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Bayer Leverkusen gegen den HSV: Tor von Jarell Quansah reicht nicht

HSV-Keeper Sander Tangvik (r.) zeigte ein herausragendes Debüt für die Rothosen.  © Federico Gambarini/dpa

Nach der Pause bot sich den Zuschauern in der ausverkauften BayArena dasselbe Bild: Die Werkself war klar spielbestimmend, betrieb aber Chancenwucher - und das sollte sich nach rund einer Stunde rächen.

Nachdem er wenige Minuten zuvor noch an Leverkusen-Keeper Mark Flekken gescheitert war, traf Edeltechniker Fábio Vieira in der 61. Minute unwiderstehlich mit seinem starken linken Fuß aus rund 20 Metern zur Führung - ein klasse Tor!

Spätestens jetzt sah wenig nach einer Champions-League-Quali für die Gastgeber aus, die zwangsläufig drei Punkte benötigten. Auch der Leverkusener Ausgleich durch Jarell Quansah änderte an diesem Ausgang nichts mehr (78.).

HSV - Hamburger SV HSV will Bayer Leverkusen zum Abschluss die Champions-League-Chance verbauen

Die Hamburger wiederum verabschiedeten sich noch einmal mit einem Achtungserfolg aus der ersten Bundesliga-Saison seit vielen Jahren, in der sie schon vorzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht hatten.

Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem HSV

Bundesliga, 34. Spieltag

Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV 1:1 (0:0)

B04: Flekken - Quansah, Andrich (62. Ben Seghir), Tapsoba - Culbreath (62. Arthur), Aleix Garcia (84. Vazquez), Palacios, Grimaldo, Maza, M. Tillman (62. Hofmann) - Schick

HSV: Tangvik - Omari (77. Nandja), L. Vuskovic, Torunarigha (89. Mikelbrencis) - Capaldo, Remberg, Lokonga, Grönbaek - Fábio Vieira (77. Baldé) - Philippe (63. Muheim), Stange (77. Poulsen)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Sölden, Schwarzwald)

Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Fábio Vieira (61.), 1:1 Quansah (78.)

Gelbe Karten: Arthur (3) / Torunarigha (4), Capaldo (10)

Besondere Vorkommnisse: Sander Tangvik pariert Elfmeter von Patrik Schick (26.)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 34 122:36 89
2 Borussia Dortmund 34 70:34 73
3 RB Leipzig 34 66:47 65
4 VfB Stuttgart 34 71:49 62
5 TSG 1899 Hoffenheim 34 65:52 61
6 Bayer 04 Leverkusen 34 68:47 59
7 SC Freiburg 34 51:57 47
8 Eintracht Frankfurt 34 61:65 44
9 FC Augsburg 34 45:61 43
10 1. FSV Mainz 05 34 44:53 40
11 1. FC Union Berlin 34 44:58 39
12 Borussia Mönchengladbach 34 42:53 38
13 Hamburger SV 34 40:54 38
14 1. FC Köln 34 49:63 32
15 SV Werder Bremen 34 37:60 32
16 VfL Wolfsburg 34 45:69 29
17 1. FC Heidenheim 34 41:72 26
18 FC St. Pauli 34 29:60 26

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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