HSV sammelt nächsten Platzverweis und bleibt einsame Spitze
Hamburg - Der HSV bleibt die "Tretertruppe" der Liga! Beim 1:1 gegen den FC Augsburg sah Miro Muheim (28) für eine Notbremse die Rote Karte - es war bereits der siebte Platzverweis für einen Rothosen-Profi in dieser Saison.
Damit liegen die Hamburger (5x Gelb-Rot, 2x Rot) in dieser unrühmlichen Statistik ligaweit klar auf dem ersten Platz. Es folgen der 1. FSV Mainz 05 mit fünf Platzverweisen (1x Gelb-Rot, 4x Rot) sowie gleich sechs Vereine mit jeweils drei Hinausstellungen.
Im Fall von Muheim war dem Schweizer allerdings nicht wirklich etwas vorzuwerfen. Die Szene war vor allem eines: unglücklich. "Ich habe den Ball und will ihn klären, erwische ihn aber nicht richtig", beschrieb er den Moment in der 64. Minute.
Augsburgs Anton Kade (22) stibitzte dem Linksverteidiger die Kugel, Muheim geriet ins Straucheln und brachte dabei auch den FCA-Profi zu Fall. Da Muheim als letzter Mann agiert hatte, blieb Referee Deniz Aytekin (47) nichts anderes übrig, als Rot zu zücken.
"Das war schon bitter", kommentierte der Nationalspieler, der sich laut eigener Aussage nicht freiwillig für das Foul entschieden habe, um einen möglichen Gegentreffer zu verhindern. "Das war nicht so gewollt", versicherte Muheim.
HSV: Rotsünder Miro Muheim verteilt Kompliment an Mitspieler
Der Platzverweis tat doppelt weh, weil er mitten in eine starke Phase des HSV platzte. "Wir sind richtig gut in die zweite Hälfte reingekommen. Wir waren drauf und dran, das Spiel zu drehen. Das war einfach ein scheiß Timing", ärgerte sich der 28-Jährige.
Doch auch in Unterzahl hätten die Rothosen die Partie noch für sich entscheiden können - mit etwas mehr Glück wären drei Punkte durchaus drin gewesen. "Kompliment an die Mannschaft, wie sie sich reingehauen und noch Chancen herausgespielt hat. Genau für diese Art stehen wir", lobte Muheim.
Auch wenn es letztlich mit dem Heimsieg nichts wurde, wusste der Schweizer das Remis aufgrund des Spielverlaufs richtig einzuordnen. "Wegen der Roten Karte können wir am Ende mit dem Punkt gut leben", bekräftigte er abschließend.
Titelfoto: Fotomontage: Gregor Fischer/dpa
