HSV schlägt Nürnberg zum Saisonabschluss - und widmet Sieg Mario Vuskovic

Hamburg - Ein Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss: Der HSV hat sich mit einem hochverdienten 4:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg in die Sommerpause verabschiedet.

Nach seinem Treffer zum 1:0 jubelte HSV-Stürmer Robert Glatzel (M.) mit dem Trikot von Teamkollege Mario Vuskovic.
Nach seinem Treffer zum 1:0 jubelte HSV-Stürmer Robert Glatzel (M.) mit dem Trikot von Teamkollege Mario Vuskovic.  © IMAGO/Lobeca

Bei regnerischem Wetter im Volkspark stand das Spiel ganz im Zeichen von Mario Vuskovic, der wegen angeblichen Dopings weiter um seine Karriere fürchten muss. Unter anderem machten sich die Hausherren in speziellen T-Shirts mit der Aufschrift "Team Mario" warm.

Zudem lief Robert Glatzel in der 6. Minute geradewegs zur Bank, um mit dem Trikot des Abwehrspielers zu jubeln - Sekunden zuvor hatte er nach einem katastrophalen Rückpass von Ivan Marquez zur frühen Führung getroffen.

Zehn Minuten später war die Glückseligkeit aber schon wieder vorbei: Ludovit Reis schlief am zweiten Pfosten, was Lukas Schleimer ausnutzte und nach einer Flanke von rechts per Kopfball-Aufsetzer unter die Latte bestrafte - 1:1 (16.).

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Davon ließ sich der HSV jedoch nicht aus der Bahn bringen, stattdessen gingen die Rothosen in der 22. Minute durch einen Treffer von Lukasz Poreba erneut in Führung. Sechs Zeigerumdrehungen später ließ Glatzel mit seinem zweiten Treffer das 3:1 folgen (28.).

HSV gegen Nürnberg: Robert Glatzel krönt sich zum Torschützenkönig

Knipser Glatzel krönte sich mit seinem Dreierpack zum geteilten Torschützenkönig der 2. Bundesliga.
Knipser Glatzel krönte sich mit seinem Dreierpack zum geteilten Torschützenkönig der 2. Bundesliga.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Nach der Pause entwickelte sich der Nieselregen über Hamburg zeitweise zu sintflutartigen Regenfällen, worunter auch die Qualität auf dem Rasen litt. Der zweite Abschnitt bot dementsprechend deutlich weniger Schauwerte als Halbzeit eins.

Der Stimmung im Volkspark tat das aber keinen Abbruch: Wieder waren 57.000 Zuschauer gekommen, die für einen neuen Rekord in der Geschichte des HSV sorgten: Durchschnittlich 55.906 waren in dieser Saison bei den Heimspielen der Hanseaten - nie waren es mehr.

Einziger Wermutstropfen: Wieder lederten die Ultras in der Nordkurve heftig gegen die Polizei. Sie präsentierten zwei Banner mit der Aufschrift: "Wir wünschen Bullen und Bullenstaat eine unruhige EM - Fickt euch, eure Drohnen und eure Mütter."

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Am versöhnlichen Saisonabschluss für die Rothosen änderte diese unschöne Geschichte aber nichts. In der Nachspielzeit traf Glatzel sogar per Elfmeter noch zum 4:1, wodurch er sich auch noch die geteilte Torjägerkanone der 2. Liga sicherte.

Statistik zum Saisonabschluss zwischen dem HSV und dem 1. FC Nürnberg

2. Bundesliga, 34. Spieltag

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 4:1 (3:1)

Aufstellung HSV: Raab - Reis, Ramos, Ambrosius (76. Heyer), Muheim (85. Katterbach) - Meffert, Poreba (58. Pherai), Benes - Königsdörffer (58. Jatta), Glatzel, Dompé (76. Suhonen)

Aufstellung FCN: Ja. Reichert - Hofmann, Marquez, Jeltsch, Gyamerah (70. Valentini) - Flick, Duman (60. Wekesser), Castrop - Goller (70. Hungbo), Lohkemper (70. Andersson (85. Geis)), Schleimer

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Bochum)

Zuschauer: 57.000

Tore: 1:0 Glatzel (6.), 1:1 Schleimer (16.), 2:1 Poreba (22.), 3:1 Glatzel (28.), 4:1 Glatzel (90.+5, Elfmeter)

Gelbe Karten: Muheim (7), Poreba (2) / Flick (5)

Titelfoto: IMAGO/Lobeca

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