HSV-Spieler Meffert über die 2. Liga: "Eine sehr, sehr geile Liga"

Hamburg/Kitzbühel - Was große Fußball-Tradition angeht, ist der Hamburger SV in der neuen Saison nicht mehr ganz allein in der 2. Bundesliga. Das kann für den HSV ein Vorteil sein, glaubt Mittelfeldspieler Jonas Meffert (28).

Levin Öztunali (27, l.) und Jonas Meffert (28, m.) in Aktion mit dem Ball beim Trainingsauftakt in Kitzbühel.
Levin Öztunali (27, l.) und Jonas Meffert (28, m.) in Aktion mit dem Ball beim Trainingsauftakt in Kitzbühel.  © Christian Charisius/dpa

Jonas Meffert vom Hamburger SV sieht es positiv, dass in Schalke 04 und Hertha BSC zwei namhafte und hoch gehandelte Klubs in die 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen sind.

"Es ist in dieser Saison vielleicht nicht so, dass die Mannschaften beim HSV das Spiel ihres Lebens vor sich haben, sondern sie müssen genauso auf Schalke und in Berlin ran", sagte der defensive Mittelfeldfeldspieler des HSV in Kitzbühel in einem am Sonntag erschienen Interview bei hsv.de. "Dieser Druck könnte sich etwas verteilen und ein Vorteil für uns sein."

Am Ende sei es "eine sehr, sehr geile Liga mit ganz vielen Traditionsklubs und vielen attraktiven Duellen", meinte der 28-Jährige weiter. "Auf diese zweite Liga werden sich alle freuen."

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Dass die Liga an Attraktivität gewonnen hat, macht er auch an den Transfers der ehemaligen Nationalspieler Max Kruse (35) (SC Paderborn) und Lars Stindl (34) (Karlsruher SC) fest.

"Für uns ist natürlich besonders, dass diese Spieler die Liga zusätzlich bereichern. Ich denke, es freuen sich alle, gegen Max Kruse zu spielen", sagte er.

Meffert: "Tut einfach weh, das große Ziel verpasst zu haben"

HSV-Trainer Tim Walter (47) trainiert aktuell mit seiner Mannschaft in Kitzbühel für die kommende Saison.
HSV-Trainer Tim Walter (47) trainiert aktuell mit seiner Mannschaft in Kitzbühel für die kommende Saison.  © Christian Charisius/dpa

In den beiden vergangenen Spielzeiten war Meffert mit dem HSV jeweils in der Relegation gegen Hertha BSC und zuletzt gegen den VfB Stuttgart gescheitert. Vor allem das Aus gegen die Stuttgarter in den Spielen Ende Mai und Anfang Juni schmerzten ihn, räumte er ein.

"Wenn ich überlege, wie viele Siege und Punkte wir in der vergangenen Saison eingefahren haben und wie die Wochen vor dem Saisonfinale verliefen, dann tat und tut es einfach weh, das große Ziel verpasst zu haben", meinte Meffert, der seit zwei Jahren in Hamburg spielt.

In der neuen Saison ist der Aufstieg erneut das Ziel. Dass in Torjäger Robert Glatzel (29) und Mittelfeldmann Ludovit Reis (23) zwei begehrte Spieler in Hamburg geblieben sind, war für Meffert auch persönlich wichtig. "Das hat mich richtig gefreut und mir einen enormen Motivationsschub gegeben."

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Meffert ist froh über die Kontinuität auf der Trainerposition mit Tim Walter (47) und im Kader. "Ich denke, dass es immer ein Vorteil ist, wenn man schon eingespielt ist und seine Abläufe kennt", sagte er.

"Zugleich muss man aber auch darauf achten, dass nicht alles zur Gewohnheit wird." Dabei würden Neuzugänge wie Immanuel Pherai (22, Eintracht Braunschweig), Levin Ötztunali (27, 1. FC Union Berlin), Guilherme Ramos (25, Arminia Bielefeld) und Dennis Hadzikadunic (25, FK Rostow) helfen.

Der HSV bleibt noch bis Samstag in Österreich, um sich auf die neue Saison vorzubereiten.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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