Hamburg - Die Rothosen starten mit einem Kracher in die neue Bundesliga-Saison: am Samstagabend trifft der HSV im Auswärts-Topspiel auf Borussia Dortmund (18.30 Uhr/Sky). Trainer Merlin Polzin (35) hat maximal Bock auf die Partie.
Ein Start, den man sich fast nicht besser hätte vorstellen können: Bundesliga-Topspiel auswärts beim Vizemeister der vergangenen Saison. Nur zu Hause am Volkspark wäre es wahrscheinlich - angesichts der Stimmung - aus HSV-Sicht noch spezieller gewesen.
"Mehr geht nicht", erklärte auch der Rothosen-Coach auf Nachfrage, wie sehr er sich auf die Partie freue, bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.
"Es löst strahlende Augen aus, viel Vorfreude", ergänzte Polzin und hob den Stellenwert des Hamburger SV heraus.
"Dass wir Samstagabend spielen dürfen, direkt das Topspiel, wir sind direkt im Fokus, müssen da sein und abliefern - das macht was mit uns, auch in der Vorbereitung."
Man stelle sich deshalb mit "Schärfe und Anspannung" auf das Spiel ein. Gegen den BVB sei man definitiv direkt vor die erste großen Herausforderung der Saison gestellt.
HSV will sich in der Bundesliga etablieren
"Am Ende ist es ein Fußballspiel in der Bundesliga, in dem wir viel aushalten müssen, um erfolgreich zu sein. Wir werden alles reinwerfen müssen. Über 90 Minuten kompakt verteidigen, aber sich nicht hinten reindrängen lassen", betonte Polzin.
Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass es auch ein wenig Spielglück braucht, um sich gegen Borussia Dortmund auswärts durchzusetzen. Ebenso spielen die Fans dabei eine große Rolle, ergänzte der Trainer.
In der vergangenen Saison hatte der HSV im Rückspiel in Dortmund bis zur 70. Minute mit 2:0 geführt.
Danach hatten die Rothosen die Partie allerdings aus der Hand gegeben und mit 3:2 verloren. Um solche unschönen Niederlagen in der kommenden Spielzeit zu vermeiden, müsse und wolle man laut Polzin noch eine ordentliche Schippe drauflegen.
"Wir wollen den HSV in der Bundesliga etablieren". Dass das nicht von heute auf morgen funktioniere, sei aber auch abzusehen, so der 35-Jährige. "Wir sind jetzt nicht die Mannschaft, die wir im Mai sein werden. Es wird ein Prozess sein". Und dieser beginnt am Samstagabend gegen den Vizemeister.