HSV startet in die Nordderby-Woche: Polzin freut sich auf Thioune und bangt um Vuskovic

Hamburg - Kein Spiel wie jedes andere: Der HSV ist am Dienstag mit der ersten und einzigen öffentlichen Trainingseinheit der Woche in die Vorbereitung auf das Nordderby gegen Werder Bremen (Samstag/15.30 Uhr) gestartet.

Der HSV hat am Dienstag die Vorbereitung auf das Nordderby gegen Werder Bremen aufgenommen.  © TAG24/Bastian Küsel-Kanbach

Bei strahlendem Sonnenschein absolvierten die Rothosen im Volkspark eine knackige 60-minütige Einheit, die von rund 120 Fans aufmerksam verfolgt wurde. Neben einer Passübung, bei der es um Schnelligkeit ging, stand eine Spielform mit drei Teams auf drei Tore im Mittelpunkt.

Während Albert Sambi Lokonga (26, Oberschenkelprobleme) und Jean-Luc Dompé (30, Fußprobleme) auf einem Nebenplatz individuell trainierten, war Abwehr-Juwel Luka Vuskovic (19, Knieprellung) überhaupt nicht zu sehen.

Chefcoach Merlin Polzin (35) erklärte nach der Einheit in einer Medienrunde, dass es für den Kroaten bis Samstag eng werde. "Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Wir werden alles versuchen, auch er versucht alles. Wir wollen aber auch kein Risiko eingehen und müssen eine vernünftige Entscheidung treffen", betonte der 35-Jährige.

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Bei Lokonga wiederum gehe er davon aus, dass dieser im Kader stehen werde - womöglich sogar in der Startelf. In dieser dürfte auch wieder Nicolas Capaldo (27) auflaufen, der nach seinem Kurzeinsatz gegen den VfB Stuttgart keine Probleme gehabt habe.

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Nordderby für Merlin Polzin "ein völlig anderes Spiel als alle anderen Spiele"

Coach Merlin Polzin (35) freut sich auf das Wiedersehen mit seinem langjährigen Förderer Daniel Thioune (51).  © TAG24/Bastian Küsel-Kanbach

Das Duell mit dem SVW ist für Polzin auch deshalb ein spezielles, weil er an der Seitenlinie auf seinen langjährigen Förderer und Ex-HSV-Coach Daniel Thioune (51) trifft. "Ich habe Daniel sehr, sehr viel zu verdanken", unterstrich der junge Trainer. Thioune habe einen "großen Anteil" an seinem bisherigen Weg gehabt.

Für seine Mannschaft gehe es im Nordderby indes darum, "nicht nur körperlich bereit zu sein, sondern auch vom Kopf her", verdeutlichte der Übungsleiter. Die Spieler wüssten, was in Bremen auf sie zukomme, versicherte Polzin.

"Aufgrund der Derbybrisanz ist es ein völlig anderes Spiel als alle anderen Spiele der Saison", bekräftigte der 35-Jährige. Spätestens bei der Ankunft am Weserstadion dürfte jedem klar werden, dass man als Hamburger dort nicht gern gesehen sei.

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Diese Ablehnung könne eine Art Motivation sein. "Es kann auch ein cooles Gefühl sein, wenn du ausgepfiffen wirst, wenn du beleidigt wirst - solange alles im sportlichen Rahmen passiert. Das lässt das Energielevel noch mal ein bisschen höher steigen", argumentierte Polzin abschließend.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 29 105:27 76
2 Borussia Dortmund 29 60:29 64
3 VfB Stuttgart 29 60:38 56
4 RB Leipzig 29 56:36 56
5 Bayer 04 Leverkusen 29 59:39 52
6 TSG 1899 Hoffenheim 29 57:43 51
7 Eintracht Frankfurt 29 54:54 42
8 SC Freiburg 29 42:47 40
9 1. FSV Mainz 05 29 35:44 33
10 FC Augsburg 29 36:53 33
11 1. FC Union Berlin 29 33:50 32
12 Hamburger SV 29 32:45 31
13 1. FC Köln 29 43:50 30
14 Borussia Mönchengladbach 29 35:49 30
15 SV Werder Bremen 29 32:52 28
16 FC St. Pauli 29 25:50 25
17 VfL Wolfsburg 29 39:65 21
18 1. FC Heidenheim 29 32:64 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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