So krass hat sich der HSV seit dem Derby-Hinspiel verändert
Hamburg - "Hamburg ist braun-weiß! FC St. Pauli fegt über den HSV hinweg", titelte TAG24 am 29. August des vergangenen Jahres. Zuvor hatten die Kiezkicker den Rothosen im Stadtderby-Hinspiel keine Chance gelassen und völlig verdient mit 2:0 triumphiert.
Während aufseiten der St. Paulianer kräftig gefeiert wurde, herrschte beim Rautenklub Ernüchterung. Der große Stadtrivale wirkte nach einem Jahr in der Bundesliga meilenweit enteilt, die Frage nach dem besten Klub in Hamburg stellte sich gar nicht mehr.
Heute, fast fünf Monate später, hat sich allerdings vieles verändert. St. Pauli ist nach starkem Saisonstart zwischenzeitlich völlig abgestürzt und geht als Tabellenletzter ins Rückspiel am Freitag (20.30 Uhr). Der HSV stabilisierte sich nach schwierigem Start und ist mit 17 Punkten und Platz 14 absolut im Soll.
Die Entwicklung der Rothosen zeigt sich dabei allein schon beim Blick auf das Personal. Aus der Startelf des Hinspiels könnten womöglich nur noch fünf Akteure auch im Rückspiel am Freitag von Beginn an auf dem Platz stehen.
Neben Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) sind das die Defensivspieler Daniel Elfadli (28), Nicolas Capaldo (27) und Miro Muheim (27) sowie Mittelfeldmotor Nicolai Remberg (25).
Vuskovic, Vieira und Sambi Lokonga heben HSV-Qualität auf neues Niveau
Für Jordan Torunarigha (28), Giorgi Gocholeishvili (24), Alexander Rössing-Lelesiit (19) und Ransford Königsdörffer (24) droht hingegen die Bank, Warmed Omari (25, verletzt) und Emir Sahiti (27, spielt keine Rolle) sogar die Tribüne.
Anstelle dieser Spieler dürften - sofern alle fit sind oder im Fall von Albert Sambi Lokonga (26) fit werden - Luka Vuskovic (18), Bakery Jatta (27), Fábio Vieira (25), Damion Downs (21), Jean-Luc Dompé (30) sowie der 26-Jährige am Freitag im Millerntor auflaufen.
Vor allem die im Verlauf der Saison geholten Vuskovic, Vieira und Lokonga sorgen dafür, dass die Rothosen nicht nur personell, sondern auch von der Qualität her nicht mehr viel mit der Mannschaft zu tun haben, die Ende August im Volkspark auf dem Rasen stand.
Das Rückspiel gegen den FCSP, dessen Gesicht sich seitdem im Großen und Ganzen nicht wirklich verändert hat, steht entsprechend auch deshalb unter ganz anderen Vorzeichen, als es das einseitige Hinspiel vermuten lassen würde.
Titelfoto: Fotomontage: WITTERS

