Zweitliga-Trainer wettert nach Pleite gegen den Schiri: "Wenn das ein Foul ist..."

Hamburg - Bitterer Nachmittag! Der Karlsruher SC ist am Sonntagnachmittag durch die 0:2-Niederlage beim FC St. Pauli weiter in die Krise geschlittert, besonders drei Schiedsrichterentscheidungen stießen den Gästen aus Baden sauer auf.

KSC-Trainer Maximilian Senft (37) war mit der Leistung des Schiedsrichters alles andere als einverstanden.  © Gregor Fischer/dpa

Referee Lukas Benen (33), der zum ersten Mal am Millerntor eine Partie leitete, lieferte ein mehr als unglückliches Debüt ab - vor allem aus Sicht der Karlsruher, die sich stark benachteiligt fühlten.

Der erste Aufreger spielte sich in der 21. Minute ab, als der KSC die vermeintliche Führung durch Christoph Kobald (24) erzielt hatte. Benen hatte direkt gepfiffen, allerdings nicht auf Tor, sondern auf Foul entschieden. Aus seiner Sicht hatte Sandro Trémoulet (26) Eric Smith (29) angegangen - eine sehr harte Entscheidung!

"Ein ganz klar korrektes Tor", lautete das Urteil von Karlsruhes Trainer Maximilian Senft (37) nach Abpfiff. "Wenn dieser Stoßer ein Foul ist, dann gibt es keine Eckballtore mehr in der Liga." In der Tat war nur eine sehr leichte Berührung zu sehen gewesen.

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Der Gefoulte sagte dazu selbst: "Ich habe den Ellenbogen im Nacken gespürt und bin dann heruntergegangen", erklärte Smith. "Es ist nicht erlaubt. Ich weiß aber auch nicht, wie viel Kraft dahinter steckte. Ich hatte Gefühl, dass er das Duell gewinnen würde und habe dann meine Chance genutzt. Es hat geklappt."

Riesenglück also für St. Pauli, dass diese kleine Schauspieleinlage geahndet wurde. Vor allem, weil zehn Minuten die Führung für die Kiezkicker aus einem Torwartfehler resultierte.

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Schiedsrichter Lukas Benen auch in Halbzeit zwei im Fokus

Immer wieder diskutierten die KSC-Profis mit Schiedsrichter Lukas Benen (33).  © Gregor Fischer/dpa

Aus Sicht der Gäste startete die zweite Hälfte erneut bitter. Schiri Benen entschied bei einem Zweikampf zwischen Marcel Franke (33) und Abdoulie Ceesay (22) auf Foul des KSC-Spielers. Auch dies stieß auf großes Unverständnis.

"Wenn man hier überhaupt Foul geben muss, dann in die andere Richtung", haderte Senft, denn aus dem resultierenden Freistoß fiel das 2:0 für St. Pauli. Auch in diesem Fall lag der 37-jährige Trainer mit seiner Meinung nicht falsch, zwar war Ceesay eher am Ball, hatte aber auch ein wenig drauf gehalten.

Zu guter Letzt wurde in der Schlussphase dann auch noch der Anschlusstreffer zurückgepfiffen, weil Lilian Egloff (24) im Abseits stand. "Der Ball kommt vom eigenen St.-Pauli-Spieler", ärgerte sich Senft und lag auch damit nicht ganz falsch, wie auf den TV-Bildern zu sehen war.

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Allerdings wertete Benen den "Pass" als unkontrolliert und somit eben auch auf Abseits. "So sind Situationen im Fußball und wenn es nicht läuft, dann kommen solche Spiele eben dazu", fasste es Senft sachlich zusammen. St. Paulis Trainer Marcel Rapp (47) hielt sich übrigens zurück und verwies darauf, dass er sich die Szenen aus Desinteresse nicht angeschaut habe.

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