Durch die Hände geflutscht! Lok Leipzig überlebt Naumann-Bock
Berlin - Knapp, aber egal: Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Mittwochabend beim BFC Preussen mit 2:1 (1:0) gewonnen - und überlebte dabei einen kapitalen Fehler seines Torhüters Andreas Naumann.
Nach dem verschenkten Sieg gegen den 1. FC Magdeburg II, als ein 3:1-Vorsprung am Ende nur zu einem 3:3 reichte, wollte Blau-Gelb wieder auf die Siegerstraße zurückfinden. Und eine Serie beenden: In der letzten Saison gingen beide Spiele gegen den damaligen Aufsteiger verloren.
Eine erste gute Gelegenheit hatte Eren Öztürk, der auch im dritten Saisonspiel in der Startelf stand. In der 13. Minute drang der 1,65 Meter kleine Offensivmann in den Strafraum ein, behielt den Ball aber zu lange am Fuß, sodass Nino Lessel zur Ecke retten konnte.
Bei der musste man genau hinschauen, denn ein Preussen-Verteidiger bekam den folgenden Kopfball an den Oberarm. Oder doch die Hand? Der Schiedsrichter sah trotz heftigen Reklamierens kein strafbares Handeln.
Nach der Hydration Break - im Gegensatz zur WM ganz ohne Werbeblock - schlug der FCL dann zu: Alexander Siebeck flankte bei seiner Startelf-Premiere in dieser Saison vors Tor, wo die Kugel über einen hochspringenden Verteidiger segelte und von Ricky Bornschein neben den rechten Pfosten eingeköpft wurde - 1:0 für Lok (26.).
Eine wichtige Führung, die dafür sorgen würde, dass der Meister am noch verlustpunktfreien Spitzenreiter CFC dranbleiben würde.
Böser Torwart-Bock von Andreas Naumann - Ayodele Adetula mit der schnellen Antwort
Obwohl Lok das Spiel scheinbar im Griff hatte, brachte ein kapitaler Bock die Hausherren zurück in die Partie.
Nach einem Freistoß köpfte Charmaine Häusl wenig gefährlich aufs Gehäuse. Andreas Naumann schien sicher zuzupacken, ließ das Spielgerät aber durch seine Handschuhe flutschen, sodass der Ball ins Tor kullerte - 1:1 (54.).
Der Ausgleich war aber nur von kurzer Dauer. Direkt nach dem Wiederanpfiff flankte Startelf-Rückkehrer Tobias Dombrowa in den Sechzehner. In der Mitte verpasste Bornschein, doch dahinter köpfte Ayodele Adetula gegen die Laufrichtung des Keepers Florian Palmowski ein - 2:1 für Lok (56.).
Der knappe Vorsprung hielt bis in die Schlussphase, in der die Berliner die Möglichkeit zum erneuten Ausgleich hatten. Einen ungedeckten Schuss aus dem Rückraum setzten sie aber zurück.
Mit sieben von neun möglichen Punkten bleibt Lok ganz oben dran. Preussen rutscht weiter unten rein.
Titelfoto: Bildmontage: Matthias Koch

