Erste Einheit, vier Probespieler, volles Tempo: Ziegner lässt Lok Leipzig direkt schwitzen
Leipzig - Kein vorsichtiges Herantasten, sondern direkt Vollgas. Lok Leipzigs neuer Trainer Torsten Ziegner (48) hat sein Team am Mittwochnachmittag bei der ersten Trainingseinheit unter seiner Regie bei über 30 Grad direkt 100 Minuten lang ordentlich schwitzen lassen.
Nach etwas mehr als drei Wochen Sommerpause, in der sich die Blau-Gelben vom Scheitern in den Aufstiegsspielen und vom Abschied von Coach Jochen Seitz (48) erholen mussten, ist nach vorne schauen ab sofort Devise.
Die klare Vorgabe: in der Regionalliga Nordost wieder oben mitspielen, nach Möglichkeit sogar ein drittes Mal in Folge die Meisterschaft holen und dieses Mal direkt aufsteigen. Doch der Weg ist lang und steinig.
Immerhin: Ein Großteil des erfolgreichen Teams der vergangenen beiden Saisons ist noch da. "Aber wir müssen uns eigentlich auf jeder Position noch verstärken", so Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) neben dem Trainingsplatz des Bruno-Plache-Stadions, während die Jungs nebenbei auch mal 50 Liegestütze machen mussten, falls etwas nicht klappte.
Vier Probespieler waren am Mittwoch dafür schon einmal da. Anton Lange (20), zuletzt Hannover 96 II, Patrick Vuc (22), zuletzt CSC Selimbar, Gabriel Sadlek (20), zuletzt MSV Duisburg und Noah Wallenßus (21), zuletzt BSV Rehden. Ob einer von ihnen bleiben kann, wird sich zeigen. Zudem scheint laut "Bild" Ricky Bornschein (26), der zuletzt bei Erzgebirge Aue aktiv war, ein heißer Kandidat bei Blau-Gelb zu sein.
Loks erste Verpflichtung des Sommers, Torhüter Felix Daffner (19) von RB Leipzig, machte jedenfalls schon einmal einen guten Eindruck. "Aber auch auf der Schlussmannposition wird noch jemand kommen. Wir wollen schon Konkurrenzkampf", kündigte Wachsmuth an.
Verletztenliste bei Lok Leipzig wird kleiner
Noch ist der Kader der Sachsen recht dünn besetzt. Kehren die Verletzten zurück, ändert sich das aber. Jan-Philipp Stein (24), dessen Vertrag verlängert wurde, konnte schon individuell mitmachen. Bei Jonas Arcalean (29) dauert es noch etwas, er hat zwei Tage mehr Urlaub bei seiner Partnerin in den USA bekommen.
Dorian Cevis (25) fehlte wegen Weisheitszahnproblemen und wird bald wieder ins Training einsteigen. Bei Pechvogel Malik McLemore (29) steht der erste OP-Termin am 3. Juli auf dem Plan. Wann er auf den Platz zurückkehren kann, ist ungewiss.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
