Fans nach Lok-Leipzig-Spiel wütend: "Sowas sollte bestraft werden!"

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Greifswald - Das 1:1 in Greifswald kann für Lok Leipzig "Gold wert" sein, wie Vizekapitän Farid Abderrahmane (30) nach Abpfiff so schön sagte. Vor dem letzten Spieltag in der Regionalliga Nordost hat Blau-Gelb durch den Punktgewinn die Meisterschaft noch in der eigenen Hand. Eigentlich ein Grund zum Feiern in Probstheida, doch es gibt Gesprächsbedarf.

654 Fans von Lok Leipzig waren mit nach Greifswald gereist, um sich die Partie anzuschauen.
654 Fans von Lok Leipzig waren mit nach Greifswald gereist, um sich die Partie anzuschauen.  © Elke Bahrdt

Denn nachdem die Gäste schon in der 3. Minute in Rückstand gerieten und erst durch Ayodele Adetula (28) in der 64. Minute ausgleichen konnten, entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide.

Hätte Blau-Gelb noch einen Treffer kassiert, wäre Carl Zeiss Jena jetzt mit einem Zähler Vorsprung an der Tabellenspitze und hätte mit einem Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt nächste Woche die Meisterschaft feiern können. Auch den Norddeutschen hätte ein weiterer Gegentreffer mehr als weh getan. Meuselwitz hätte am letzten Spieltag mit einem Sieg dann noch vorbeiziehen und den Greifswalder Abstieg einleiten können.

Alles Konjunktiv, der Punkt half beiden. Wie man sich darauf aber geeinigt hat, macht die Fans nun wütend.

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Denn ungefähr ab der 87. Minute stellten Greifswald und Lok das Fußballspielen ein. Der GFC schob die Kugel in der eigenen Hälfte nur noch hin und her. Die Gäste blieben unterdessen auf ihrer Seite, griffen gar nicht mehr an. So liefen die Minuten herunter, bis Schiedsrichter Kai Kaltwaßer (33) die Farce nach drei Minuten Nachspielzeit abpfiff.

Absurde Szenen, die mit Pfiffen von den Rängen begleitet wurden. Die 654 mitgereisten Lok-Fans waren nicht begeistert.

Bis zur 87. Minute war es ein enges Match mit vielen Zweikämpfen. In den letzten Szenen fehlte aber der Pfeffer.
Bis zur 87. Minute war es ein enges Match mit vielen Zweikämpfen. In den letzten Szenen fehlte aber der Pfeffer.  © Elke Bahrdt

Teils heftige Kommentare in den sozialen Netzwerken bei beiden Teams

Der Punktgewinn fühlte sich für Lok-Coach Jochen Seitz (49) wie ein Sieg an.
Der Punktgewinn fühlte sich für Lok-Coach Jochen Seitz (49) wie ein Sieg an.  © Elke Bahrdt

Auch im Netz hagelte es heftige Kommentare unter den Posts der beiden Teams, teils unter der Gürtellinie. Die "netteren" Worte sind da noch "Beide Teams sollten sich schämen" oder "Sowas sollte bestraft werden für beide Teams, das ist unfair gegenüber Jena".

Die Sachsen wehrten sich, schrieben: "Was ist da lächerlich? Dass wir nach 85 Minuten Pressing und hohem Anlaufen in den letzten fünf Minuten bei Ballbesitz des Gegners nicht mehr mit allem drauf gehen und so vielleicht noch einen Konter kassieren?"

Auch Lok-Coach Jochen Seitz (49) äußerte sich nach Abpfiff gegenüber dem "MDR" zu den Szenen: "Fakt ist, Greifswald hatte Ballbesitz, wir wollten dann auch nicht noch einmal ins volle Risiko gehen."

Titelfoto: Elke Bahrdt

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