(Fast) bleibt Lok Leipzig König von Halle: Nächstes Comeback nach Rückstand!

Halle (Saale) - Fünf Wochen nach dem letzten Ligasieg sah alles nach dem nächsten Dreier für den 1. FC Lok Leipzig aus. Nach 0:1-Halbzeitrückstand und einer dann 2:1-Führung glich der Halleschen FC in der Nachspielzeit noch zum 2:2 aus.

Lok-Keeper Jonas Wendlinger (in Schwarz) kann das Tor von Soufian Benyamina (l., verdeckt von Alexander Siebeck) nicht verhindern.  © Picture Point / Sven Sonntag

Trainer Torsten Ziegner war stolz auf sein Team, auch wenn es nach 0:2-Rückstand nur zu einem Remis gegen die Leutzscher gereicht hatte. Auch die erste Halbzeit vor 9242 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion konnte sich sehen lassen. Die endete allerdings erneut ohne Ertrag und sogar mit einem Gegentor.

Osman Atilgan, von 2022 bis 2024 im Lok-Trikot, tankte sich an der Grundlinie in den Strafraum, passte flach vors Gehäuse, wo der für Stanley Ratifo neu in die Startelf gerückte Soufian Benyamina nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:0 für den HFC (44. Minute).

Nach sechs Pflichtspielsiegen in Folge sah es nach einem weiteren Dreier aus.

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Für Leipzig vergaben der auffällige Jonas Arcalean (11./13.) und zuvor auch Ayodele Adetula (7.) gute Chancen. Letzterer hatte beim 4:2-Auswärtssieg vor fast exakt einem Jahr einen Dreierpack geschnürt. In der Regionalliga Nordost war das der zweite Sieg im zweiten Auswärtsspiel beim HFC.

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Max Kulke beglückwünscht Torschütze Soufian Benyamina (l.) zu dessen 1:0-Führungstreffer.  © Picture Point / Sven Sonntag

Jonas Arcalean und Artur Mergel drehen das Spiel, Fabrice Hartmann gleicht noch spät aus

Jonas Arcalean (r.) trifft aus spitzem Winkel zum 1:1.  © Picture Point / Sven Sonntag

Die Rot-Weißen, die nach dem CFC-Patzer gegen Magdeburg II (1:2) zwischenzeitlich mit Spitzenreiter Erfurt gleichzogen, waren nach den ersten 45 Minuten aber noch längst nicht durch. Dass der FCL Comebacks nach Rückständen kann, haben die Jungs mehrfach bewiesen.

Zunächst stand der Drittliga-Absteiger von 2024 aber dicht vor der Verdopplung der Führung. Toptorjäger Niclas Stierlin kam vor Jonas Wendlingers Fäusten an die Kugel, köpfte aber knapp vorbei (55.).

Dann aber gab's den Ausgleich: Arcalean wurde lang geschickt, ließ Keeper Bendel stehen und traf aus spitzem Winkel ins Netz. Vin Kastulls Abwehraktion half nichts - 1:1 (61.).

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Nach einem Lattentreffer von Nils Kaiser (67.) und einer Topchance für Atilgan (68.) drehten die Gäste das Spiel! Artur Mergel setzte zentral aus 18 Metern zum Schuss an, Kastull konnte auch diesen nicht verhindern, Bendel ebensowenig den Einschlag - 2:1 für Lok (71.)!

Nach Niklas Landgrafs Notbremsen-Rot in seinem 300. HFC-Einsatz gab es tief in der Nachspielzeit doch noch den Jubel bei den Hausherren: Fabrice Hartmann verwandelte einen Freistoß unter gütiger Mithilfe Wendlingers zum 2:2-Endstand (90.+5).

Arcalean belohnte sich für ein tolles Spiel.  © Picture Point / Sven Sonntag

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 14 22:11 29
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 14 27:27 18
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BSG Chemie Leipzig 14 17:22 13
14 BFC Preussen 14 16:22 11
15 Tasmania Berlin 14 21:39 11
16 Hertha BSC II 14 10:25 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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