Lok Leipzig belohnt sich nicht! Rückstand gedreht, trotzdem nicht gewonnen

Berlin - Starkes Comeback nicht belohnt! Am 2. Spieltag der Regionalliga Nordost hat der 1. FC Lokomotive Leipzig nach Rückstand und Führung beim Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1889 Berlin "nur" 2:2 (2:1) gespielt und den zweiten Sieg im zweiten Spiel verpasst.

Einige Dutzend Anhänger haben ihren 1. FC Lok Leipzig am Freitagabend nach Berlin begleitet.
Einige Dutzend Anhänger haben ihren 1. FC Lok Leipzig am Freitagabend nach Berlin begleitet.  © Matthias Koch

Berk Inaler brachte die Hausherren im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark schon in der 5. Minute mit 1:0 in Führung. Osman Atilgan (1:1/24.) und Djamal Ziane (2:1/34.) drehten das Spiel zugunsten der Gäste. Christopher Theisen machte den Ausgleich (2:2/67.).

Im Vergleich zum 1:1 beim FC Carl Zeiss Jena nahm Viktoria-Coach Semih Keskin nur einen Wechsel vor: Ünal-Emre Durmushan verdrängte Samir Werbelow auf die Bank der Gastgeber.

Keine einzige Veränderung - auch nicht auf der Bank - gab es bei Lok-Trainer Almedin Civa nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen Hertha BSC II.

Drei Treffer in zehn Minuten: Lok Leipzig mit Blitz-Comeback nach Rückstand gegen Halberstadt!
1. FC Lokomotive Leipzig Drei Treffer in zehn Minuten: Lok Leipzig mit Blitz-Comeback nach Rückstand gegen Halberstadt!

Nachdem auch schon gegen Herthas Bubis nicht alles Gold war, was glänzte, startete der FCL auch in der Hauptstadt nicht ganz konzentriert ins Match.

Durmushan zog einfach mal von der Strafraumkante ab, traf aber nur das Außennetz (1.).

Wenige Minuten später machte es einer seiner Kollegen besser: Moritz Seiffert bediente von links den mittig einlaufenden Inaler, der aus acht Metern Lok-Keeper Isa Dogan überwinden konnte - 1:0 (5.).

Erst nach einer Viertelstunde sorgten Civas Jungs für Entlastungsaktionen und hielten die Kugel auch mal in der gegnerischen Hälfte, kamen so auch zum Ausgleich: Theo Ogbidi setzte sich auf der rechten Seite durch, sprintete in Richtung Torauslinie, legte rechtzeitig quer vor den Kasten, wo Atilgan stand und einschob - 1:1 (24.).

Aufstellungen für die Partie FC Viktoria 1889 Berlin gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig

Djamal Ziane dreht das Spiel für Lok Leipzig - FC Viktoria Berlin gleicht durch Christopher Theisen aus

Nach Osman Atilgan (l.) traf auch Djamal Ziane (2.v.l.) für den FCL.
Nach Osman Atilgan (l.) traf auch Djamal Ziane (2.v.l.) für den FCL.  © Matthias Koch

Zum Ende des ersten Durchgangs ging es temporeich hin und her. Und es gab auch noch einen Treffer: Nach Freistoß im Mittelfeld rannte Luca Sirch in Richtung Gehäuse, hob das Leder in den Sechzehner, wo Ziane locker einköpfte - 2:1 für den FCL, Spiel gedreht (34.)!

Nach der Halbzeitführung wurde die Viktoria drückender, wollte keinesfalls nach zwei Spieltagen mit nur einem Punkt dastehen.

Die dickste Chance auf den Ausgleich hatte Durmushan in der 65. Minute, der frei durchs Zentrum preschen konnte, dann aber aussichtsreich an Dogan scheiterte. Riesendusel für Lok.

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Allerdings belohnten sich die Berliner doch noch: Eine Flanke vom rechten Flügel flog in die Mitte, Theisen köpfte ihn in die Maschen - 2:2 (67.).

Nun waren plötzlich die Mannen von Viktoria-Übungsleiter Keskin drauf und dran, die Begegnung zu drehen. Doch Dogan parierte stark nach einem Distanzschuss von Seiffert (78.).

Bis auf einige Wechsel passierte anschließend nichts mehr, es blieb bei der Punkteteilung.

Großer Jubel bei den Blau-Gelben, nachdem das Spiel gedreht wurde.
Großer Jubel bei den Blau-Gelben, nachdem das Spiel gedreht wurde.  © Matthias Koch

Video-Zusammenfassung von Ostsport.TV:

Zeitgleich geht es für die beiden Kontrahenten nächsten Samstag (13 Uhr) ins nächste Match: Viktoria gastiert im Stadtduell bei Hertha II, Lok empfängt Tennis Borussia Berlin.

Titelfoto: Matthias Koch

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