Lok Leipzig bereitet sich auf "Nettigkeiten" von Chemie vor: "Die Sprüche kann ich jetzt nicht sagen"
Leipzig - Alles schaut nach Leutzsch! Am Sonntagnachmittag (14 Uhr) empfängt Chemie Leipzig Stadtrivale Lok Leipzig zum Derby in der Regionalliga Nordost im Alfred-Kunze-Sportpark! Blau-Gelb bereitet sich schon jetzt auf das vor, was sicherlich unvermeidbar ist.
Denn dass sich beide Vereine nicht unbedingt mögen, ist ja bekannt. Die 4999 Zuschauer im Rund werden ordentlich Betrieb machen und die Mannschaften nach vorne peitschen.
Da fällt natürlich auch mal das ein oder andere unschöne Wort. "Die meisten Sprüche, die von außen kommen, würde ich mal jetzt nicht sagen. Ich quatsche auch viel und gern, find's auch nicht schlimm, wenn man sich beim Spiel mal volllabert", so Loks Farid Abderrahmane (30) am Freitag auf der Pressekonferenz vor der Partie.
"Für uns macht es trotzdem Spaß, dort zu spielen", fügte der Vizekapitän hinzu, weil ein Derby nun mal ein Derby ist. Und klar, die Blau-Gelben fahren als Favorit nach Leutzsch, sind Tabellenführer und wollen mit einem Sieg ihren Platz an der Sonne natürlich festigen.
Grün-Weiß wurde dafür bereits umfassend analysiert, auch der neue Trainer Alexander Schmidt (57).
"Ich weiß schon ungefähr, wie er spielen will. Wir konnten einige Spiele sehen. Sie sind im Aufwind in der Rückrunde, auch aufgrund der Transfers. Ein Selbstläufer wird das natürlich nicht", so Lok-Coach Jochen Seitz (49).
Stefan Maderer bis mindestens Mai verletzt
Bitter allerdings für den Tabellenführer: der Ausfall von Torjäger Stefan Maderer (29), der sich laut Trainer einen Haarriss an der Ferse zugezogen hat und wohl mindestens bis Mai ausfällt.
Heißt: Andere müssen die Tore schießen, Djamal Ziane (34) wird als Ersatz sicherlich wieder beginnen.
Seitz: "Für dieses Spiel gilt es auch erst mal die Null zu halten." Das hatte zuletzt ja nicht geklappt.
Grün-Weiß ist allerdings auch bis in die Spitzen motiviert. Ein Derbysieg könnte unter Umständen dafür sorgen, dass Chemie auf einen Nicht-Abstiegsplatz rutscht.
Schmidt: "Wir wollen es Lok so schwer wie möglich machen."
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

