Nachspielzeit-Ärger bei Lok Leipzig wegen Rot-Szene: "Das liegt ja nicht auf unserem Tisch"

Halle/Leipzig - Punkteteilung in der Regionalliga Nordost beim Spiel Hallescher FC gegen Lok Leipzig! Obwohl Blau-Gelb im zweiten Durchgang besser im Spiel war, kann man unter dem Strich von einem leistungsgerechten Unentschieden sprechen. Trotzdem sind die Sachsen sauer, wie der entscheidende Treffer kurz vor dem Abpfiff überhaupt noch entstanden ist.

Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner (48, l.) war nicht einverstanden mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Chris Rauschenberg (34, 3.v.r.).  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Denn beim Stand von 2:1 für die Loksche waren drei Minuten Nachspielzeit angezeigt worden. In der 92. Minute sah Halles Niklas Landgraf (30) nach einer Notbremse aber die Rote Karte - und Schiedsrichter Chris Rauschenberg (34) ließ die Partie deshalb noch etwas länger laufen.

Zwei Minuten nach der regulären Spielzeit erzielten die Hausherren dann das 2:2. Lok-Coach Torsten Ziegner (48) war entsprechend angefressen nach dem Spiel.

"Dass der Schiedsrichter - und ich weiß, dass die Regeln schon auch so sind - danach zu mir sagt, dass die Nachspielzeit verlängert wurde, weil der HFC 'ne Rote Karte gekriegt hat, was aber definitiv nicht auf unserem Tisch liegt und wir dann eben den Nachteil haben, [...], dann passt das ja ein Stück weit in unsere Runde bisher", moniert der Trainer.

1. FC Lokomotive Leipzig Einmal um die halbe Welt: Darum reist ein sächsisches U15-Fußball-Team bis nach China

Ungewöhnlich ist es aber eigentlich nicht, dass bei Spielunterbrechungen jeder Art meist noch etwas auf die Nachspielzeit draufgepackt wird.

HFC-Trainer Robert Schröder (38) meinte nach Abpfiff, dass er wohl genau so argumentieren würde, wenn er in der Position wäre. "Ich freue mich aber, dass es noch weiterging", so der Coach.

Anzeige

Lok Leipzig in der Tabelle inzwischen abgeschlagen

Am Ende ist das aus Sicht der Sachsen mit dem Gegentor kurz vor Schluss wieder unglücklich gelaufen. Letztendlich zählt aber nur das Ergebnis und das ist für die Loksche einmal mehr in der Saison zu wenig, um ganz oben noch eine Rolle zu spielen.

Der Abstand zu Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt beträgt inzwischen schon 13 Punkte. Wohl nur wenig spricht aktuell dafür, dass es mit der dritten Meisterschaft in Folge etwas für Blau-Gelb wird.

Anzeige

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 14 22:11 29
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 14 27:27 18
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BSG Chemie Leipzig 14 17:22 13
14 BFC Preussen 14 16:22 11
15 Tasmania Berlin 14 21:39 11
16 Hertha BSC II 14 10:25 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

Mehr zum Thema 1. FC Lokomotive Leipzig: