Schlechteste Saisonleistung: Irre Lok-Leipzig-Blamage gegen den Letzten!

Leipzig - Erster gegen Letzter, auf dem Papier eigentlich eine klare Sache. Doch der haushohe Favorit Lok Leipzig hatte am Mittwochabend beim Nachholspiel der Regionalliga Nordost große Probleme gegen Underdog Hertha Zehlendorf, lieferte gar die schlechteste Leistung der Saison ab. Die Folge: Ein überraschendes, aber definitiv nicht unverdientes 2:0 (0:0) der Hauptstädter.

Lok Leipzig hatte schon im ersten Durchgang ziemliche Probleme gegen das Tabellenschlusslicht Hertha Zehlendorf. Im Duell: Dorian Cevis gegen Jake Wilton.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Ehrlicherweise hätte Blau-Gelb aber schon im ersten Durchgang in Führung gehen müssen. Doch das Tor von Jonas Arcalean wurde unberechtigt wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Vorbereiter David Grözinger zurückgenommen (24.).

An einem anderen Tag hätten sich die Hausherren aber auch nicht beschweren dürfen, wenn die Berliner das Rennen um den ersten Treffer schon in den ersten 45 Minuten gemacht hätten.

Beim ungleichen Bruder-Duell zwischen Loks Lukas Wilton und Zehlendorfs Jake Wilton spielten die Hauptstädter definitiv nicht wie ein abgeschlagenes Tabellenschlusslicht.

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In der 26. Minute zeigte die offensivschwächste Mannschaft der Liga aber deutlich, woran es in dieser Saison hakt. Nach einem Querpass in den Strafraum hätte Nicolas Hebisch das Rund eigentlich nur noch über die Linie drücken müsste, verpasste aber kläglich.

Die Loksche wurde im Verlauf des ersten Durchgangs dann zwar besser, war aber dennoch weit entfernt von den starken Leistungen zuletzt. Unschwer zu erkennen, dass das Coach Jochen Seitz an der Seitenlinie gar nicht passte.

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Jonas Arcalean war noch einer der besseren Akteure von Lok Leipzig. Ein regulärer Treffer von ihm in der ersten Hälfte wurde aber zurückgenommen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Hertha Zehlendorf bekommt Elfmeter und geht in Führung

Zehlendorf machte es den Leipzigern ziemlich unangenehm.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Wechsel gab es zur Pause bei den Gastgebern trotzdem erst einmal nicht. Hätte es aber vielleicht gebraucht, denn so wirklich besser spielte Blau-Gelb auch nach Wiederanpfiff nicht.

Das Wort "zäh" beschreibt wohl am besten, was die Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion zu Gesicht bekamen. Dass Schiedsrichterin Miriam Schwermer nicht ihren besten Tag erwischte und einige fragwürdige Entscheidungen traf, machte die Sache auch nicht leichter.

Beim Elfmeterpfiff nach einem Foul von Linus Zimmer im Strafraum lag sie aber richtig. Es gab die Berührung. Nasuhi-Noah Jones sagte Danke und verwandelte flach unten links zum 1:0 (63.).

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Der Ligaprimus hatte nun noch knapp eine halbe Stunde Zeit, wenigstens einen Punkt zu erzwingen.

Stattdessen bauten die Berliner aber sogar die Führung aus. Lok in der Abwehr im Tiefschlaf, konnte Ben Schulz nicht davon abhalten, aus 14 Metern abzuziehen. Die Kugel rollte abgefälscht ins linke Eck (70.).

Blau-Gelb war spätestens jetzt völlig von der Rolle. Es klappte gar nichts mehr bei der Lokschen. Zehlendorf, mit etwas mehr Zielwasser gesegnet, hätte die Führung auch noch ausbauen können. Niklas Doll traf mit seinem Schuss aber nur den rechten Pfosten (84.). Das allein war gefährlicher als alles, was Lok auf den Rasen brachte.

Die Spieler von Hertha Zehlendorf konnten ihr Glück kaum fassen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 27 55:22 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
4 FC Carl Zeiss Jena 25 45:28 48
5 FSV Zwickau 26 40:32 48
6 VSG Altglienicke 26 37:31 41
7 1. FC Magdeburg II 27 43:37 37
8 Chemnitzer FC 26 42:40 37
9 FSV 63 Luckenwalde 25 28:31 35
10 BFC Preussen 23 31:37 31
11 Hertha BSC II 26 38:50 30
12 ZFC Meuselwitz 25 34:40 29
13 BFC Dynamo 25 29:38 27
14 Greifswalder FC 26 27:38 26
15 SV Babelsberg 03 24 35:45 24
16 BSG Chemie Leipzig 25 24:38 21
17 FC Eilenburg 27 26:47 19
18 Hertha 03 Zehlendorf 23 19:40 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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