Lok Leipzig sauer nach Debakel: "Haben schlecht gespielt, Schiri hat schlecht gepfiffen"

Leipzig - Wer hätte bitte mit diesem Ergebnis gerechnet? Lok Leipzig hat am Mittwochabend das Nachholspiel in der Regionalliga Nordost gegen den Tabellenletzten Hertha Zehlendorf verdient mit 0:2 verloren. Nach Abpfiff griff sich der Tabellenführer besonders an die eigene Nase. Aber nicht nur.

Fassungslosigkeit bei den Spielern von Lok Leipzig nach Abpfiff. Eine Niederlage gegen den Tabellenletzten Hertha Zehlendorf war definitiv nicht eingeplant.
Fassungslosigkeit bei den Spielern von Lok Leipzig nach Abpfiff. Eine Niederlage gegen den Tabellenletzten Hertha Zehlendorf war definitiv nicht eingeplant.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Da gibt es nicht viel zu sagen. Das war eine enttäuschende Leistung. Es waren viele Spieler nicht auf ihrem Leistungsniveau. Wir haben schlecht gespielt, der Schiedsrichter hat schlecht gepfiffen", analysierte Loks Trainer Jochen Seitz (49) angefressen nach dem Abpfiff bei "OstSportTV".

Tatsächlich erwischte die Unparteiische Miriam Schwermer (31) nicht gerade ihren besten Tag. Unter anderem wurde ein reguläres Tor der Blau-Gelben im ersten Durchgang nicht gegeben.

"Ärgerlich, aber die Ausrede lasse ich trotzdem nicht gelten, weil wir müssen uns an die eigene Nase packen", so Seitz.

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Sah auch Verteidiger Lukas Wilton (30) so, der im Duell mit seinem jüngeren Bruder Jake (27) am Mittwoch den Kürzeren zog.

"Wir waren einfach nicht da, von Anfang an. Das kann man nicht erklären. Wir sind nicht in die Zweikämpfe geflogen, so wie wir es sonst machen. Das sollten wir uns ankreiden und mitnehmen in die nächsten Spiele, das ist ganz wichtig", so der Abwehrmann.

Loks Trainer Jochen Seitz (49) war extrem unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Loks Trainer Jochen Seitz (49) war extrem unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Lok Leipzig vor Meisterschafts-Duell gegen Rot-Weiß Erfurt

Aufgrund der deutlichen Tabellenführung lässt sich der Ausrutscher durchaus aber verkraften. Nimmt man den Halleschen FC raus, der nicht aufsteigen will, haben die Sachsen elf Zähler Vorsprung auf den ersten echten Aufstiegs-Kontrahenten, Rot-Weiß Erfurt. Allerdings: Die Thüringer sind auch der nächste Gegner der Leipziger.

Verliert die Seitz-Truppe das direkte Duell und schafft Erfurt noch einen Sieg im Nachholspiel, wäre der Vorsprung auf nur noch fünf Punkte geschmolzen. Lok ist also gut beraten, die Peinlich-Pleite gegen Zehlendorf jetzt gut aufzuarbeiten, um auf dem Weg Richtung Meisterschaft wirklich nichts mehr anbrennen zu lassen.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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