Trainer wütet wegen Nicht-Aufstieg seines Ex-Vereins: "Die Regionalliga Bayern gehört aufgelöst"

Leipzig/Wiesbaden - Seit Jochen Seitz (50) vor ein paar Wochen den SV Wehen Wiesbaden als Trainer übernommen hat, geht es für den Drittligisten steil nach oben. Von einem Abstiegsplatz ging es rauf auf Platz sechs, der 50-Jährige setzt seine erfolgreiche Trainerlaufbahn fort.

Jochen Seitz (50), Trainer des SV Wehen Wiesbaden und ehemaliger Coach von Lok Leipzig, hat sich für eine Auflösung der Regionalliga Bayern ausgesprochen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Im Normalfall wäre Seitz auch schon lange in der dritthöchsten deutschen Spielklasse unterwegs, wäre er mit Lok Leipzig aufgestiegen. Doch trotz zweimaliger Meisterschaft scheiterten die Sachsen beide Male in den Aufstiegsspielen.

Für den Trainer mental zu viel, weshalb er Blau-Gelb im Sommer verließ. Im Podcast "4 zu 3" von "Magenta Sport" holte er jetzt noch einmal gegen diese unfaire Regelung aus und forderte drastische Maßnahmen, besonders im Süden.

"Die Regionalliga Bayern gehört tatsächlich aufgelöst, weil es keine Vereine gibt, die Richtung 3. Liga wollen. Wo teilweise auch Stadien sind, die überhaupt nicht tauglich sind. Das ist ungerecht für alle anderen, vor allem dann natürlich für die Regionalliga Nordost, wo du so viele tolle Stadien hast und so viele Fans. Dass sich Bayern dagegen wehrt, ist eine absolute Unverschämtheit", so der Coach hörbar sauer.

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Zuletzt scheiterte Lok nach der Meisterschaft an den Würzburger Kickers, die als damaliger Tabellendritter schon Wochen vorher wussten, dass sie die Möglichkeit zum Aufstieg bekommen werden, da Unterhaching und die zweite Mannschaft von Nürnberg nicht hochwollten. Die Leipziger hingegen mussten bis zum letzten Spieltag zittern, da Verfolger Carl Zeiss Jena extrem dicht dran war.

Seitz: "Sie konnten bereits Spieler schonen. Das ist einfach ein Skandal. Das muss man ganz ehrlich sagen."

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Zweimal scheiterte Seitz mit Lok Leipzig bei den Aufstiegsspielen zur 3. Liga.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Regionalliga Nordost muss vermutlich noch einmal Aufstiegsspiele durchmachen

Vom DFB wird aktuell eine Reform für die Saison 2028/29 angestrebt. Bedeutet, dass im kommenden Jahr der Meister der Regionalliga Nordost vermutlich wieder in die Aufstiegsspiele muss, während in der Regionalliga Bayern der Erstplatzierte erneut direkt in die 3. Liga darf.

Für Seitz schon in dieser Spielzeit ein Unding: "Wenn man es auch dieses Jahr wieder sieht, wer ist dazu bereit, aufzusteigen? Da wird sich wahrscheinlich wieder nur ein Verein dazu bereit erklären, Richtung 3. Liga zu gehen. Das ist einfach nicht gerecht."

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 15 46:19 34
2 Chemnitzer FC 15 34:12 33
3 Hallescher FC 15 23:12 30
4 BFC Dynamo 15 24:13 29
5 VSG Altglienicke 15 27:20 27
6 FC Erzgebirge Aue 15 24:18 27
7 FC Carl Zeiss Jena 15 23:13 26
8 Greifswalder FC 15 29:24 23
9 1. FC Lokomotive Leipzig 15 30:28 21
10 1. FC Magdeburg II 15 28:29 20
11 FSV Zwickau 15 17:25 19
12 SV Babelsberg 03 15 16:27 16
13 BFC Preussen 15 19:22 14
14 BSG Chemie Leipzig 15 18:23 14
15 Hertha BSC II 15 11:26 11
16 Tasmania Berlin 15 24:43 11
17 RSV Eintracht 1949 15 15:34 9
18 FSV 63 Luckenwalde 15 15:35 7

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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