Wut im Bauch! Lok Leipzig will Wilton-Rot "nicht akzeptieren"

Leipzig - Er war der erste Spieler von Lok Leipzig, der nach dem Abpfiff am Samstag wütend und wortlos in die Kabine verschwand. Lukas Wilton (30) war nach seiner Roten Karte in der zweiten Minute beim 1:3 gegen Preussen Berlin zu Recht angefressen. Der Verein versucht nun, seine drohende Strafe abzumildern.

Bereits in der zweiten Minute gegen den BFC Preussen Berlin musste Lok Leipzigs Lukas Wilton (30) vom Platz.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Natürlich werden wir gegen diese Rote Karte Einspruch einlegen, weil sie mal de facto keine ist", kündigte Sportchef Toni Wachsmuth (39) beim "MDR" bereits an.

"Wir haben aktuell keinen Innenverteidiger und deswegen werden wir eine Sperre von Lukas nicht einfach so akzeptieren können. Wenn man sich die Bilder anschaut und das ohne Emotion bewertet, dann ist das eine Fehlentscheidung. Dann gehört es auch dazu, das einzugestehen und den Spieler nicht auch noch doppelt zu bestrafen. Ein Spiel zu entscheiden, ist schon schlimm genug. Da muss man jetzt nicht auch noch die nächsten Spiele mit reinziehen", so Wachsmuth weiter.

In der Theorie müsste Wilton jetzt die letzten beiden Regionalliga-Partien von der Tribüne aus beobachten. Fatal, wenn man bedenkt, wie verletzungsgebeutelt Blau-Gelb schon jetzt ist.

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Bis Sonntag zum Auswärtsspiel in Greifswald ist jetzt aber noch etwas Zeit. Möglich, dass ein paar Akteure wieder zurück in den Kader kommen. Unter anderem Dorian Cevis (24), der gegen den BFC Preussen noch gesperrt war, darf wieder spielen.

Wachsmuth: "Wir werden mit viel Wut im Bauch dahin fahren. Wir wollen uns dort 90 Minuten zerreißen und das Spiel gewinnen. Es braucht jetzt die 'Jetzt-erst-recht-Mentalität' von uns."

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Toni Wachsmuth (39) will die drohende Strafe gegen Wilton nicht akzeptieren.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Lok Leipzig könnte Tabellenspitze verlieren

Am kommenden Wochenende könnte Blau-Gelb in die prekäre Lage kommen, den Platz an der Sonne zu verlieren. Verfolger Carl Zeiss Jena ist bereits am Freitag beim HFC gefordert, könnte mit einem Sieg zwischenzeitlich an den Sachsen vorbeiziehen.

Deshalb der Aufruf der Lokschen: "Es bleibt keine Zeit für Frust! Jetzt gibt es zwei Endspiele! Zuerst in Greifswald - die Partie ist nächste Woche Sonntag, am Muttertag. Anstoß im Volksstadion ist 14 Uhr. Alle hin – und nehmt zur Not die Mutter mit!"

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 32 59:27 68
2 FC Carl Zeiss Jena 32 61:35 66
3 Hallescher FC 32 58:34 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 BFC Preussen 32 48:53 47
8 Chemnitzer FC 31 49:47 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 32 35:43 42
11 Hertha BSC II 32 44:56 39
12 SV Babelsberg 03 32 60:58 38
13 BFC Dynamo 32 42:48 36
14 Greifswalder FC 32 36:42 34
15 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
16 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
17 FC Eilenburg 32 33:60 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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