Freiburg schießt sich für EL-Finale warm, RB Leipzig verpasst eigenen Rekord

Freiburg - Der SC Freiburg hat sich für das Europa-League-Finale am Mittwoch warm geschossen. Gegen RB Leipzig gelang den Breisgauern ein 4:1-Sieg. Die Sachsen verpassten dagegen ihren vereinseigenen Punkterekord. In der Aufstiegssaison 2016/17 waren's am Ende 67, in dieser Saison bleibt's bei 65.

Freiburg schoss sich für das Europa-League-Finale am Mittwoch warm.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Generalprobe für das große Finale wurde zur Gala, die Teilnahme am internationalen Wettbewerb ist gesichert. Der SC Freiburg spielt in der kommenden Saison mindestens in den Playoffs der Conference League. 

Die Badener bezwangen RB Leipzig am 34. Spieltag und sicherten damit Platz sieben. Gewinnen die Freiburger am Mittwoch auch das Europa-League-Endspiel gegen den englischen Spitzenclub Aston Villa, rücken sie sogar in die Champions League auf.

Leipzig hatte den Einzug in die Königsklasse als Tabellendritter schon sicher.

RB Leipzig Vor dem letzten Spiel: RB Leipzigs Werner trifft Raum-Entscheidung

Niklas Beste (24. Minute), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) trafen vor 33.600 Zuschauern für Freiburg, Assan Ouedraogo (33.) gelang für RB nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Die Freiburger sind damit bestens gerüstet für das Europapokal-Highlight in Istanbul. Die Partie am Mittwoch wird die bislang größte ihrer Historie. Eine herausragende Saison ist es für die Breisgauer aber schon jetzt.

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Freiburgs Matthias Ginter hofft weiterhin auf WM-Teilnahme

Yan Diomande blieb nach einem Zweikampf verletzt legen, konnte aber weiterspielen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Zwei Shootingstars dieser Spielzeit eröffneten die Partie. Für Leipzig vergab der phasenweise wieder sehr auffällige Ivorer Yan Diomande die erste Chance (2.), für Freiburg der junge Schweizer Mittelfeld-Stratege Johan Manzambi (4.).

Dann schlugen die Gastgeber gleich doppelt zu: Zunächst staubte Beste nach einem Lattentreffer von Ginter aus kurzer Distanz zum 1:0 ab, rund zwei Minuten später erhöhte Matanovic nach Manzambi-Flanke per Kopf auf 2:0.

Doch die Leipziger ließen sich nicht hängen. Ouedraogo brachte RB mit einem sehenswerten Flachschuss ins rechte Eck wieder heran. Bis zur Pause spielten fast nur noch die Sachsen, der SC rettete seine Führung aber in die Kabine.

RB Leipzig RB Leipzig hat nichts "herzuschenken", aber: Wie ernst wird dieses Spiel wirklich noch?

Nach dem Seitenwechsel zunächst ein verändertes Bild: Freiburg stürmte, RB verteidigte. Ginter traf aus wenigen Metern zum 3:1 und unterstrich einmal mehr seine Topform. Der Abwehrchef des SC hofft weiter auf einen Platz im deutschen Kader für die WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer.

Großen Applaus von den Freiburger Fans gab es auch nach einer Stunde: Routinier Nicolas Höfler, der nach der Saison seine Karriere beendet, wurde in seinem 293. und letzten Bundesliga-Spiel ausgewechselt. Trainer Julian Schuster umarmte ihn an der Seitenlinie, die Zuschauer feierten ihn mit Sprechchören.

Und die Party-Stimmung hielt an. Von RB kam nicht mehr viel. Stattdessen erhöhte Scherhant infolge eines Ballverlusts von Diomande sogar noch auf 4:1.

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