RB Leipzig hat nichts "herzuschenken", aber: Wie ernst wird dieses Spiel wirklich noch?
Freiburg - 1800 Fans von RB Leipzig reisen am Samstagnachmittag mit zum letzten Spiel der Bundesliga-Saison zum SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky). Zu einem Spiel, bei dem es eigentlich für die Sachsen um nichts mehr geht. Eigentlich.
Denn mit einem Sieg bei den Breisgauern könnte immerhin noch der Punkterekord aus der Aufstiegssaison 2016/17 (67 Zähler) übertrumpft werden. Doch wie viel wird das den Rasenballern wert sein? Gerade im Hinblick darauf, dass sich vor der anstehenden Weltmeisterschaft niemand mehr verletzen möchte?
"Wir haben dort nichts herzuschenken. Wir fahren dorthin, um das Spiel zu gewinnen und im besten Fall auch noch einen Punkterekord einzustellen beziehungsweise zu übertreffen", forderte Trainer Ole Werner (38) auf der Pressekonferenz vor der Partie einen Sieg.
"Wir können historisch gesehen die beste Saison des Vereins spielen. Das ist unser Ziel – und das bei einer sehr starken Heimmannschaft und einer Mannschaft, die in einem europäischen Finale steht."
Für die Gastgeber geht es tatsächlich auch noch um etwas. Nur mit einem Dreier wäre der siebte Rang in der Tabelle sicher. Ansonsten könnten Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg noch vorbeiziehen.
Doch der Fokus der Freiburger dürfte eigentlich auch schon ganz woanders sein. Am kommenden Mittwoch wartet das große Europa-League-Finale gegen Aston Villa.
RB Leipzigs Peter Gulacsi bekommt sein "Abschiedsspiel"
Wie bereits berichtet, wird gegen Freiburg Péter Gulácsi (36) zum vermutlich letzten Mal als Nummer eins im Tor stehen.
Sein Trainer begründete die Entscheidung so: "Maarten konnte diese Woche eine Einheit nicht absolvieren. Losgelöst davon hat Pete eben auch einen riesigen Anteil an unserer Saison. Für mich geht es dann auch darum, einem Spieler einen guten Saisonausklang zu ermöglichen – zumal wir wissen, dass Pete Gulácsi einer der prägendsten Torhüter der vergangenen zehn Bundesliga-Jahre ist."
In der kommenden Spielzeit wird er sich aber überwiegend mit einem Bankplatz begnügen müssen, da eben Maarten Vandevoordt (24) den Stammplatz zwischen den Pfosten erhalten wird.
Titelfoto: PICTURE POINT / R. Petzsche
