RB Leipzig scheitert lange an sich selbst und hat auch noch Sorgen um Gulacsi

Leipzig - RB Leipzig kam beim wichtigen Heimspiel am Sonntagabend gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus. Die Rasenballer hatten gerade im ersten Durchgang zahlreiche Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, scheiterten aber an der eigenen Chancenverwertung. Das wurde dann nach Wiederbeginn eiskalt bestraft. Ein starker Brajan Gruda (Eine Vorlage, ein Tor) rettete den Roten Bullen aber einen Punkt.

Schon früh hätte sich RB Leipzig mit Toren belohnen können. Besonders sehenswert: Der Fallrückzieher von Conrad Harder.  © Jan Woitas/dpa

Im Eisschrank Red Bull Arena waren die Sachsen sofort warm, spielten sich einige richtig schöne Gelegenheiten heraus.

Besonders sehenswert war dabei der Fallrückzieher von Conrad Harder aus gut sechs Metern, der allerdings genau auf Keeper Kamil Grabara kam, der die Kugel somit noch abwehren konnte (19. Minute).

Wolfsburg verteidigte ultratief, hatte offensiv kaum Gelegenheit, irgendwelche Akzente zu setzen.

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In der 28. Minute erlebten die Rasenballer dann einen Rückschlag. Tormann Peter Gulacsi musste notgedrungen gegen Maarten Vandevoordt ausgetauscht werden. Leipzigs Schlussmann hatte sich beim Aufprall auf den Boden am Knie wehgetan.

Bis zur Halbzeit liefen die Roten Bullen aber unbeirrt weiter an und drängten auf die Führung. Die Gastgeber waren deutlich wacher und aktiver unterwegs. Das wäre fast mit dem Debüttreffer von Gruda belohnt wurden, der allein vor dem Kasten aber am starken Grabara scheiterte (41.). Wolfsburg hätte sich nicht beschweren dürfen, mit 0:3 in die Pause gehen zu müssen.

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Sorge um Peter Gulacsi. Der Ungar kam im ersten Durchgang unglücklich auf, verletzte sich am Knie. Er musste ausgewechselt werden.  © Jan Woitas/dpa

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RB ließ zahlreiche Möglichkeiten zur Führung liegen und wurde letztendlich dafür bestraft.  © Jan Woitas/dpa

Nach Wiederanpfiff knöpften die Gastgeber eigentlich genau da an, wo sie aufgehört hatten. Yan Diomande verpasste mit seinem Schuss aus der Drehung erneut die Führung (49.).

Und wie so oft im Fußball: Wer sie vorne nicht macht, wird hinten bestraft.

Die bis dahin fast völlig harmlosen Wölfe brachen rechts einmal durch. Die Kugel kam zu Mohammed Amoura, der einfach abzog und links oben zum 1:0 traf (52.).

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Viel unverdienter hätte der Rückstand eigentlich nicht sein können, RB musste jetzt irgendwie damit umgehen. Doch die Gäste hatten Blut geleckt und wurden besser.

Erst in Minute 60 wurden die Sachsen wieder überlegener. Für ein Tor brauchte es aber ausgerechnet einen Fehler vom starken Grabara. Dessen misslungener Abschlag ging genau vor die Füße von Gruda, der rechts auf Diomande gab. Der Ivorer machte dann stark flach das 1:1 (70.).

Viele Zuschauer hatten da sicherlich geglaubt, dass die Hausherren das Spiel drehen würden. Doch es kam anders. In der Vorwärtsbewegung verlor Leipzig den Ball. Die Wölfe machten das Spiel schnell und steckten durch auf Mattias Svanberg, der eiskalt das 2:1 machte (78.).

Die Roten Bullen gaben sich allerdings nicht auf, zogen immer wieder an und erzwangen noch den Ausgleich! Torschütze Gruda zirkelte das Rund schön ins lange Eck - 2:2 (89.). Mit der letzten Chance des Spiels hatte Romulo sogar noch den Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz (90.+6).

RB Leipzig tat viel für das Spiel, wollte irgendwie durch die dichten Wolfsburger Reihen brechen.  © Jan Woitas/dpa
Brajan Gruda rettete mit seinem Treffer immerhin noch einen Punkt für Leipzig.  © Jan Woitas/dpa

Statistik zum Spiel RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg

22. Spieltag

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 2:2 (0:0)

RB Leipzig: Gulácsi (29. Vandevoordt) - Henrichs (63. Baku), W. Orban, Seiwald (82. Lukeba), Finkgräfe - Schlager - Gruda, Baumgartner - Diomande, Harder (63. Romulo), Nusa (82. Bakayoko)

VfL Wolfsburg: Grabara - Kumbedi, Vavro, Jenz, Belocian - Eriksen, Arnold - Daghim (90.+5 Adjetey), Majer (84. Pejcinovic), Shiogai (60. Svanberg) - Amoura (83. Koulierakis)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg im Breisgau) -

Zuschauer: 35.787

Tore: 0:1 Amoura (52.), 1:1 Diomande (70.), 1:2 Svanberg (78.), 2:2 Gruda (89.)

Gelbe Karten: Schlager (3) / Kumbedi (2), M. Müller (1)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 22 82:19 57
2 Borussia Dortmund 22 47:20 51
3 TSG 1899 Hoffenheim 22 47:28 45
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 RB Leipzig 22 42:30 40
6 Bayer 04 Leverkusen 21 43:27 39
7 Eintracht Frankfurt 22 44:46 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 Hamburger SV 21 24:31 25
10 1. FC Union Berlin 22 28:37 25
11 FC Augsburg 22 25:39 25
12 1. FC Köln 22 31:37 23
13 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
14 1. FSV Mainz 05 22 25:37 21
15 VfL Wolfsburg 22 31:46 20
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 22 19:48 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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