RB-Trainer Werner kehrt nach Bremen zurück: "Meine Gefühle spielen keine Rolle"
Leipzig - Nach dreieinhalb Jahren trennten sich die Wege von Ole Werner (37) und Werder Bremen im Mai 2025. Nur einen Monat später heuerte er bei RB Leipzig an und kehrt mit den Sachsen erstmals zu seinem Ex-Verein zurück. Offenbar ganz unaufgeregt.
"Natürlich ist das etwas Besonderes, wenn du das erste Mal wieder an alter Wirkungsstätte spielst", sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Diese Gefühle würden allerdings nur in den Tagen vorher, nicht aber am Spieltag selbst vorherrschen. "Da konzentriert sich jeder auf sein Spiel, auf seine Mannschaft. Da spielen meine Gefühle weniger eine Rolle."
Auch die Reaktion der Fans könne und wolle er nicht beeinflussen. "Wer pfeift, der pfeift, und wer sich freut, der freut sich."
Nach wie vor habe er mit vielen SVW-Angestellten Kontakt, spricht von einer "sehr, sehr schönen Zeit, tollen Spielern, tollen Mitarbeitern" und habe sich an der Weser "sehr, sehr wohlgefühlt" und freut sich am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf viele bekannte Gesichter.
Baku, Henrichs, Gruda und Ouedraogo zur WM?
Bei seinem vorherigen Arbeitgeber, der nach zwischenzeitlich 13 sieglosen Spielen mit nur vier Punkten zuletzt drei Siege in vier Partien einfahren konnte, erwartet Ole Werner ein "sehr unbequemes Spiel".
Unter Daniel Thioune (51), der das Erbe von Horst Steffen (57) antrat und die Pleite-Serie zunächst nicht stoppen konnte, habe Werder wieder einen "Stimmungs- und Leistungsumschwung hinbekommen", so Werner.
Nach den erfolgreichen deutschen Länderspielen gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) ließ es sich der 37-Jährige auch nicht nehmen, vier seiner Spieler für die WM ins Schaufenster zu stellen.
Benjamin Henrichs (29), Ridle Baku (27), Assan Ouedraogo (19) und auch Brighton-Leihgabe Brajan Gruda (21) traut er noch den Sprung auf den WM-Zug zu: "Wenn's nach mir geht, sehen wir sie alle." Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) könne noch ein paar Wochen neue Eindrücke sammeln. Und vielleicht zumindest Teile dieses RB-Quartetts nominieren?
Titelfoto: Harry Langer/dpa

