Was bleibt ist "Frust und Wut": RB Leipzig nach Bayern-Klatsche "bedient"

Leipzig - Die Statistik ist eindeutig: Zwei Spiele, zwei Siege des FC Bayern München gegen RB Leipzig in dieser Saison, 11:1 Tore. Doch ganz so klar war zumindest die zweite Partie am Samstagabend (1:5) in der Red Bull Arena nicht. Die Sachsen hätten nach einer starken ersten Halbzeit auch die drei Punkte daheim lassen können, wurden aber nach einigen ganz unglücklichen Szenen nach Wiederanpfiff am Ende sogar deklassiert.

Ratlosigkeit bei den Spielern von RB Leipzig. Trotz phasenweise Überlegenheit gegen die Bayern wurde es am Ende doch deutlich.  © Picture Point / Roger Petzsche

Einer der Gründe dafür war sicherlich die Chancenverwertung. Rasenball ließ teils riesige Möglichkeiten liegen, die andere Teams gegen den Rekordmeister gar nicht erst bekommen. Das nach 45 Minuten nur einmal der Ball im Netz lag, ist einfach zu wenig.

"Ein Spiel, das man so selten erlebt hat. Bis zur 80. Minute haben wir ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Was uns gefehlt hat, ist, dass wir effektiver sein müssen. Wir müssen aus der ersten Halbzeit mehr mitnehmen. Wir hatten nach dem 1:1 so viele Möglichkeiten, um wieder in Führung zu gehen oder den Ausgleich zu schießen", analysierte RB-Coach Ole Werner (37) auf der Pressekonferenz nach Abpfiff.

Chancenverwertungs-Probleme, die die Gäste eben nicht haben. Gerade nach der Führung agierte der Tabellenführer gewohnt übermächtig, machte fast jede Annäherung zu einem Treffer. Da konnte dann Leipzig nur noch zugucken.

RB Leipzig RB-Leipzig-Blog: Bitterer Ausfall gegen den FC Bayern München

"Dass die Bayern in dieser Liga eine Ausnahmestellung haben, müssen wir akzeptieren. Das ist ja schon die gesamte Saison so", musste Werner dann eben auch so klar zugeben. Für das Pokalspiel im Februar, dann in der Allianz-Arena, gilt es an den "ersten 80 Minuten" anzuknüpfen, so der Coach.

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Die Bayern spielten sich nach Wiederanpfiff in einen kompletten Rausch. RB brach nach einem starken Spiel in sich zusammen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Spieler von RB Leipzig schieben Frust nach Niederlage gegen den FC Bayern

RB-Kapitän David Raum (27) konnte auch nicht verstehen, wie das Spiel so verloren gehen konnte.  © Jan Woitas/dpa

Dass die RB-Spieler unglücklich über die Niederlage sind, liegt auf der Hand. Xaver Schlager (28): "Ich bin schon bedient. Ich glaube nicht, dass das Ergebnis das Spiel widerspiegelt. Aber im Endeffekt zählt das Ergebnis - und da haben wir eine drübergekriegt."

Kapitän David Raum (27) schloss sich an, sagte bei "Sky": "Es bleibt Frustration und Wut. Am Ende müssen wir ehrlich sein, dass Bayern ne gewisse Qualität hat. Aber wie wir die letzten 15 Minuten spielen, das darf so nicht sein. Trotzdem können wir auch was Positives mitnehmen."

Die nächsten Gegner der Sachsen heißen in den kommenden Wochen jetzt Heidenheim, St. Pauli und Mainz. Da sind dann neun Punkte fast Pflicht, um oben dranzubleiben.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 18 71:14 50
2 Borussia Dortmund 18 35:17 39
3 TSG 1899 Hoffenheim 17 35:21 33
4 RB Leipzig 17 33:24 32
5 VfB Stuttgart 17 32:25 32
6 Bayer 04 Leverkusen 17 34:25 29
7 Eintracht Frankfurt 18 38:39 27
8 SC Freiburg 17 27:29 23
9 1. FC Union Berlin 17 23:26 23
10 1. FC Köln 18 27:30 20
11 Borussia Mönchengladbach 18 23:29 20
12 VfL Wolfsburg 18 27:38 19
13 SV Werder Bremen 17 21:34 18
14 Hamburger SV 17 17:27 17
15 FC Augsburg 17 18:33 15
16 1. FC Heidenheim 18 17:39 13
17 1. FSV Mainz 05 18 18:31 12
18 FC St. Pauli 17 16:31 12

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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