Dresden - "Nach nur einer Stunde im Mitgliederverkauf war das Limit von 15.000 Jahreskarten erreicht! Eine volle Hütte ist somit in der Saison 2026/27 fast schon garantiert! Danke für Eure Treue! Einen freien Verkauf wird es dementsprechend nicht geben", schrieb Dynamo am Mittwoch auf seiner Homepage. Doch es hätte noch mehr Käufer gegeben. Einige meldeten sich frustriert bei TAG24.
Knapp 32.000 Fans passen ins Rudolf-Harbig-Stadion, fast die Hälfte davon sind Mitglieder und Dauerkartenbesitzer. Das ist schon beeindruckend. Dynamo hat den Vekauf vor Jahren aber bewusst gedeckelt, um eben noch genügend Tagestickets anbieten zu können, obwohl sie noch deutlich mehr Dauerkarten auch im freien Verkauf hätten absetzen können.
Selbst manche Mitglieder blieben auf der Stecke - aus technischen Gründen.
"Der große Verein Dynamo Dresden bekommt es nicht gebacken, seinen Server zu warten oder so auszubauen, dass es keine Probleme mehr gibt. Ich selbst war um 10 Uhr in der virtuellen Warteschlange an Platz 96 bei noch ca. 245 Restjahreskarten. Als ich an der Reihe war, mich anzumelden, um meine Jahreskarte zu ordern, hatte der Server Verbindungsprobleme und hat mich aus dem System geschmissen. Ich musste mich wieder neu anstellen", schildert uns ein User per Mail.
"Als nach sechs Neuversuchen, die jedes Mal mit Error 505 endeten, endlich die Anmeldung funktionierte, war das Kontingent ausgeschöpft. Ich finde es eine riesige Sauerei."
Dass der Server beim Ansturm auf Tickets in die Knie geht, sei seit Jahren bekannt, moniert der User. "Das ist ja auch kein Einzelfall, sondern gehört mittlerweile zur Regel. Der Verein muss hier unbedingt was tun, damit sowas nicht mehr passiert und die Ersten auch wirklich ihre Tickets bekommen", bittet er den Verein.
Dynamo Dresden nimmt Stellung zum Ticket-Problem
TAG24 hat bei Dynamo nachgefragt, warum es diese Probleme gibt.
"Dem Verein war bereits vor dem Start des Vorverkaufs mit Blick auf die nur geringe Anzahl an verfügbaren Tickets bewusst, dass zahlreiche Anhänger leer ausgehen und somit enttäuscht sein werden", heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der SGD.
"Mit knapp 6000 Zugriffen bei nur noch 500 verfügbaren Tickets war eine sehr hohe Auslastung gegeben, welche leider aufgrund von Systemumstellungen noch nicht zur vollen Zufriedenheit bewältigt werden konnte", bedauert der Verein und verspricht: "Für die kommenden Vorverkäufe wird im Hintergrund fleißig an Lösungen gearbeitet, damit Ticketkäufer nicht auf technische Hindernisse stoßen."
Das wird die jetzt, die aufgrund der Probleme leer ausgegangen sind, wenig trösten.