Das ärgert Dynamo-Trainer Thomas Stamm am Ausscheiden der DFB-Elf

Dresden - Wir Deutschen verfolgen die WM nur noch unbeteiligt. Bei Dynamo Dresdens Trainer Thomas Stamm (43) ist das anders. Seine Schweizer sind noch dabei. Logisch, dass er am Dienstagabend um 22 Uhr vor dem TV sitzt und den Eidgenossen im Achtelfinale gegen Kolumbien die Daumen drückt.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) fiebert mit der "Nati" mit und stört sich an einer Sache nach dem deutschen Ausscheiden.  © Lutz Hentschel

"Es geht darum, sich gut zu verkaufen. Das haben wir bisher getan", sagt Stamm, der in Zürich geboren wurde.

Bei den Schweizern schaut er natürlich genau hin, das war auch im Sechzehntelfinale so, dass um 5 Uhr nach deutscher Zeit angestoßen wurde. Der Coach war wach und am Ende vom 2:0 gegen Algerien begeistert. "Ja, freut mich sehr, dass sie sich für eine gute Leistung jetzt belohnt haben. Das, was ich gesehen habe, war sehr souverän, ehrlicherweise", zeigt er sich erfreut.

Dass die Deutschen schon raus sind, enttäuscht, die Betrachtungsweise mancher Punkte fürs Aus überrascht ihn.

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"Die Schweizer haben auch sehr oft die Familien da. Dort ist es was Positives. Und bei den Deutschen ist es dann was Negatives, weil sie ausscheiden. Mit solchen Sachen tue ich mich beispielsweise sehr, sehr schwer, weil man einfach das gleiche Thema komplett anders sieht", sagte er und fügt an:

"Dann würde ich mir eher wünschen, dass man vielleicht Stimme erhebt in Momenten, wenn es läuft, wenn man nicht damit einverstanden ist und nicht erst dann, wenn es ganz, ganz einfach ist, draufzuschlagen."

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Im Viertelfinale könnte auf die Schweiz ein ganz Großer warten

Die Schweizer wollen am Dienstag kurz vor Mitternacht jubeln.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Damit dieses Thema bei den Eidgenossen weiterhin positiv bewertet wird, wäre der erstmalige Einzug ins Viertelfinale sicherlich förderlich.

Kolumbien ist aber nicht von Pappe. "Ich glaube, das ist auch wieder ein 50:50-Spiel", sagt Stamm: "Trotzdem muss man sich nicht verstecken, die Schweiz spielte eine gute WM. Noch mal eine Runde weiterkommen, wäre schön und dann vielleicht einen Großen ärgern."

Das wäre womöglich im Viertelfinale Argentinien - ein ganz Großer. 

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