Das Glück ist endlich auf Dynamos Seite

Magdeburg - "Ich habe ja immer gelernt, man muss sich das Glück erarbeiten. Und ich glaube, das haben wir heute über die 90 Minuten", erklärte Jonas Sterner (23) nach Dynamo Dresdens so wichtigem 2:1-Erfolg im Kellerkracher beim 1. FC Magdeburg.

Dynamo Dresdens Jonas Sterner (23, 2.v.r.) wurde nach seinem Schnitzer vor dem 0:1 vom Team aufgefangen.
Dynamo Dresdens Jonas Sterner (23, 2.v.r.) wurde nach seinem Schnitzer vor dem 0:1 vom Team aufgefangen.  © Imago / Christian Schroedter

Der Außenverteidiger hatte selbst mächtig Glück, denn er patzte brutal in einer Phase, in der Dynamo die Auswärtspartie an der Börde eigentlich noch komplett im Griff hatte.

"Da bin ich auch selbstkritisch. Das war nicht mein bestes Spiel, aber es zeichnet eine super Mannschaft aus, dass die Jungs mich da rausgeholt haben und wir einen Derbysieg feiern können", freute sich die Winterleihe von Hannover 96.

Sterner unterschätzte in der 29. Minute einen langen Ball, der so lange in der Luft war, dass er bei den eisigen Temperaturen fast schon gefroren wieder runterkam. Baris Atik (31) hinter ihm pflückte das Spielgerät sauber ab, flankte direkt auf Mateusz Zukowski (24), der auch nicht sauber verteidigt wurde - 0:1.

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"Das habe ich schon ein paarmal in meiner Karriere gehabt, die Situation. Normalerweise kläre ich den ganz einfach. Aber das zeigt, was für eine geile Mannschaft wir sind", betonte Sterner immer wieder.

"Die Jungs kommen, holen mich aus dem Loch und dann gewinnen wir. Wir sind eine geschlossene Einheit. Ich glaube, das merkt man jeden Tag bei uns auf dem Trainingsgelände. Das ist schon sehr speziell und so holen wir gerade die Siege."

Dynamo Dresden profitiert von Aluminium-Treffern des 1. FC Magdeburg

Gegen Magdeburg durfte Dynamo Dresden nicht nur eigene Tore feiern, sondern auch mehrere Alu-Treffer der Hausherren.
Gegen Magdeburg durfte Dynamo Dresden nicht nur eigene Tore feiern, sondern auch mehrere Alu-Treffer der Hausherren.  © Andreas Gora/dpa

Und - zumindest beim Team der Stunde in Magdeburg (fünf Spiele/13 Punkte) - auch mit einer ordentlichen Portion Glück! Denn defensiv lief vor 27.815 Fans einiges schief, der FCM ließ jede Menge Hochkaräter liegen.

Allein in den letzten zwei Minuten der Nachspielzeit war Marcus Mathisen (29) zweimal völlig frei zur Stelle. Einmal (90.+11) schoss er drüber, zwei Minuten zuvor entschärfte Keeper Tim Schreiber (23) einen Kopfball aus knapp zehn Metern.

Einfach nur Glück waren die zwei Aluminiumtreffer in Halbzeit eins. Zukowski (27.), plötzlich völlig frei vor Schreiber, traf den Innenpfosten, auch bei Noah Pesch (20, 37. Minute) sprang das Leder nur ans Metall - Dynamo bereits das zehnte Mal diese Saison im Alu-Glück. Kein Team in der 2. Bundesliga profitiert mehr!

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Wer so viel Glück hat und inzwischen auch so viel mehr Qualität, der steht am Ende der Saison auch über dem Strich ...

Titelfoto: Imago / Christian Schroedter

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