Das hat Dynamos Kaderplaner vor: Neue sollen kommen, alte sollen gehen

Belek - Die Hinrunde ist noch nicht ganz vorbei, trotzdem ist bereits jetzt klar: Dynamo Dresden kann damit nicht zufrieden sein. Der Ruf nach Verstärkungen ist daher laut - und die sollen auch kommen.

Kaderplaner Kristian Walter nahm sich die Zeit, um mit den Medien über die Zukunft von Dynamo Dresden zu sprechen.
Kaderplaner Kristian Walter nahm sich die Zeit, um mit den Medien über die Zukunft von Dynamo Dresden zu sprechen.  © Lutz Hentschel

"Wir beobachten schon länger. Auch Markus Anfang gibt klare Vorgaben, was seine Spieler wo leisten müssen. Das macht es einfacher. Wir sind in Gesprächen mit Spielern, die zum Trainer passen. Wie die umsetzbar sind, oder wie schnell, das müssen wir sehen", erklärt Kristian Walter im SGD-Wintertrainingslager an der türkischen Mittelmeerküste.

Der Kaderplaner steht im ständigen Austausch mit Anfang und Sportgeschäftsführer Ralf Becker, der auch für einige Gespräche in der Heimat geblieben ist.

Gesucht wird mindestens ein Spieler für die offensive Außenbahn, der gleichzeitig auch als Stürmer spielen kann. Die einst von Ralf Minge gern zitierte Polyvalenz spielt auch hier wieder eine Rolle.

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Einen Kaufrausch wie im Winter 2019/20 unter dem damaligen Sportchef wird es dieses Mal aber nicht geben.

Walter stellt klar: "Erst einmal müssen wir interne Baustellen schließen: Spieler, die trotz ihrer jungen Jahre wenig Spielzeit bekommen haben. Die haben einen gewissen Marktwert, den wir erhalten wollen. Also müssen wir schauen, dass sie entweder auf Spielzeit kommen oder ihre Entwicklung nicht gestoppt wird."

"Die Frage ist: Was ist der beste Schritt für die Jungs?"

Der beste Blick ist der von ganz oben nach unten. Kaderplaner Kristian Walter (oben rechts im Bild) hat die etwas andere Anzeigetafel erklommen, um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen.
Der beste Blick ist der von ganz oben nach unten. Kaderplaner Kristian Walter (oben rechts im Bild) hat die etwas andere Anzeigetafel erklommen, um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen.  © Lutz Hentschel

Ganz vorne auf der Streichliste stehen Jan Shcherbakovski und Oliver Batista Meier (beide 21), ein bis zwei weitere Spieler könnte es auch noch treffen. Derzeit wird nach Lösungen gesucht, mit denen alle Parteien leben können.

"Wir wollen niemanden streichen, da wir uns bewusst für die Jungs entschieden haben. Jetzt ist so ein Punkt, wo die Aktien der beiden wieder irgendwie noch oben müssen", erwidert Walter. "Die Frage ist: Was ist der beste Schritt für die Jungs? Dann müssen wir schauen, dass sie in einem passenden Klub kommen. Es ist wichtig, dass sie spielen und nicht weiter hinten dran sind."

Für beide soll es Interessenten geben, noch sei aber nichts final. Gleiches gilt auch für das Thema Neuzugänge. Um jeden Preis soll nicht verpflichtet werden.

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Denn auch hier stellt der Kaderplaner klar: "Wir werden nicht noch ein Talent holen. Es nützt nichts, jetzt wieder auf Entwicklung zu gehen, sondern eher zu gucken, dass man die vorhandenen Talente auf ein neues Level hebt und das durch erfahrene Spieler oder mit einem gewissen Profil unterstützt."

Bis ins neue Jahr muss man sich noch gedulden, erst dann wird man sehen, ob alle Wünsche und Pläne auch aufgehen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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