Acht gegen, aber nur einen für Dynamo: Das schwarz-gelbe Elfmeter-Dilemma!

Dresden - Da hilft kein Lamentieren, die zwei Elfmeter gegen Dynamo Dresden in Karlsruhe waren regulär, das gab auch Thomas Stamm (43) ohne jede Ausflucht zu. Trotzdem haben sie die SGD zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf gekostet. Nicht die ersten, die Strafstößen zum Opfer fielen.

Bitter: Durch den von Kenan Karaman (32) verwandelten Elfmeter verlor Dynamo in der Hinrunde zu Hause mit 0:1 gegen Schalke.
Bitter: Durch den von Kenan Karaman (32) verwandelten Elfmeter verlor Dynamo in der Hinrunde zu Hause mit 0:1 gegen Schalke.  © Picture Point/Gabor Krieg

Bereits acht Elfmeter hat Schwarz-Gelb in dieser Saison verursacht. Egal ob beim 0:1 gegen Schalke (Ende August), beim 2:2 gegen Hannover (Mitte September), dem 1:2 in Paderborn (Ende Oktober), dem 1:1 gegen Bielefeld (Anfang Februar) oder jetzt in Karlsruhe: Sechs bis acht Punkte mehr könnten es ohne verursachte Strafstöße bereits sein.

Bei keinem Verein zeigten Unparteiische häufiger auf den Punkt. "Das hat in erster Linie gar nichts mit Schiedsrichterleistungen zu tun", macht aber Stamm klar. Auch Abstiegskonkurrent Kiel hat es schon achtmal erwischt. Im Gegenzug wurde Dresden aber bisher nur einer zugesprochen (zwei mit DFB-Pokal).

"Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Mannschaften viele bekommen haben, die auch sehr viel Dominanz im letzten Drittel erzeugen können", mutmaßt Dynamos Coach.

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"Hannover wäre für mich so eine Mannschaft, die kommen auch immer wieder zu Situationen, wo sie viel Eins-eins-Situationen haben. Die kannst du nicht immer kompensieren, weil du auch keinen Druck auf den Ball bekommst." Tatsächlich haben Hannover und Paderborn (jeweils acht) die meisten Elfmeter zugesprochen bekommen.

Thomas Stamm nimmt Schiedsrichter in Schutz

Christoph Daferner (28) verwandelte gegen Paderborn den bisher einzigen Elfmeter, den Dynamo in der Liga zugesprochen bekam.
Christoph Daferner (28) verwandelte gegen Paderborn den bisher einzigen Elfmeter, den Dynamo in der Liga zugesprochen bekam.  © Lutz Hentschel

Stamm: "Es geht gar nicht darum, gegen Schiedsrichter-Entscheidungen anzugehen. Du wirst immer wieder unterschiedliche Meinungen haben. Das ist so."

Der Schweizer wünscht sich viel mehr "eine gewisse Linie, die man am Ende des Tages hat. Dass ähnliche Entscheidungen getroffen werden. Damit es sich dann nicht so anfühlt, keiner von den Schiedsrichtern, von den vier Leuten, die da sind, machen das mit Absicht. Da sind es Menschen, aber jeder hat den Anspruch, gleichbehandelt zu werden."

In Karlsruhe beispielsweise ging Alexander Rossipal (29) nach leichter Berührung in der 62. Minute im Strafraum zu Boden - zu wenig, befand Florian Badstübner (35) zu Recht, zumal Dynamos Außenverteidiger auch hätte einfach abschließen können. In anderen Stadien wurden solche Szenen aber auch schon gepfiffen und in nächster Instanz vom VAR nicht zurückgenommen. Genau anders als nach Rossipals verursachtem Elfmeter gegen Bielefeld.

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Stamm nimmt's mehr oder minder gelassen: "Wenn es um die Elfmeter geht, ist es meiner Meinung nach eher Zufall. Wir müssen einfach mehr von den gefährlichen Situationen kreieren."

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Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Lutz Hentschel

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