Der 1. und der 100. Zweitliga-Torschütze für Dynamo: Was "Ossi" und Kofi gemeinsam haben
Dresden - Ein historisches Tor! Kofi Amoako (20) ist der 100. Zweitliga-Torschütze der SG Dynamo. Sein Tor zum 1:1 in Magdeburg brachte Dresden zurück in die Erfolgsspur und ihn in die Geschichtsbücher. "Das hat mir meine Freundin gleich erzählt", strahlt der 20-Jährige. Und, liebe SGD-Fans, wer war der Erste?
Er ist heute 50 Jahre alt, eine Legende, und seine jüngere Tochter Emilia spielt jetzt in Schwarz-Gelb: Karsten Oswald (50). 7. August 2004: "Natürlich kann ich mich noch erinnern. So alt bin ich dann auch noch nicht", lacht Oswald.
Er schoss am 1. Spieltag der Saison 2004/2005 im Heimspiel gegen Duisburg das 1:1. "Wir lagen 0:1 zurück, dann haben wir innerhalb von neun Minuten drei Tore gemacht und 3:1 gewonnen. Das war so ein bisschen die Euphorie des Aufsteigers", so der einstige Mittelfeld-Malocher.
Kann er sich noch an die Einzelheiten des Treffers erinnern? "Das war ein Freistoß von der Seite. Ich habe mich gegen Dirk Lottner durchgesetzt, den Ball mit der Brust runtergenommen, gedreht und mit links eingeschweißt", glänzen die Augen. Mit der Brust gestoppt - auch noch technisch anspruchsvoll!
"Ja, natürlich. Auch das gab es damals schon", lacht "Ossi". Er war also der Erste, Amoako der 100. "Das ist cool", grinst Amoako.
Dynamo Amoako erzielt sein erstes Profitor
Viel gemeinsam haben Oswald und er nicht, aber: Beide agier(t)en auf der Sechs, es war jeweils der erste Treffer für Schwarz-Gelb, sie waren bzw. sind neu im Verein und es war jeweils das Tor zum 1:1. Die zwei Spiele wurden noch gewonnen.
Jetzt der Dreier an der Börde war umso wichtiger im Kampf um den Klassenerhalt. Amoako traf nicht nur, er gab auch den Assist zum 2:1 von Thomas Keller (26). "Ich habe jetzt mein erstes Profitor, was Besseres gibt es nicht", strahlt der gebürtige Hannoveraner. Das Besondere daran: Er blieb in der Aktion, schaltete nicht ab.
Nach der Ecke von Alex Rossipal (29) sprang der Ball zu ihm, er knallte die Kugel an die Latte und wuchtete den Abpraller ins Netz. "Ich war sehr überrascht, dass ich so frei stand. Ich bin derart vehement reingesprungen, weil ich dachte, hinter mir steht noch einer. Aber die Magdeburger waren alle auf der Linie. Umso cooler sieht's im Video aus, wie ich den da reinhaue", lacht er laut.
"Wenn ich den nicht gemacht hätte, auweia. Aber so werde ich das nie vergessen." Und da hat er noch etwas mit Oswald gemein.
Titelfoto: Fotomontage (2): IMAGO/Eisele,dpa/Andreas Gora
