Diese Ziele hat Dynamos Leih-Rückkehrer Oehmichen
Dresden - Es dauert nur wenige Minuten, dann merkt man: Jonas Oehmichen (22) ist im vergangenen halben Jahr erwachsen geworden, auch wenn es Dynamo Dresdens Youngster ganz anders sieht. "Nein, hoffe ich auch nicht, will ich auch nie werden", erklärt der 22-jährige Leih-Rückkehrer in der SGD-Trainingsakademie.
Ordentlich gereift ist er bei seinem Zwischenstopp in der 3. Liga bei Alemannia Aachen trotzdem: "Auf jeden Fall. Es hat viel Spaß gemacht, in Aachen spielen zu können, regelmäßig spielen zu können. War ja auch erfolgreich, was die Ergebnisse anging. Das tat mir sehr, sehr gut."
15-Mal spielte der gebürtige Dresdner für die Alemannia in Liga drei, erzielte zwei Tore und bereitete sechs weitere vor. Von Spiel zu Spiel tankte Oehmichen literweise Selbstvertrauen - eine Win-win-Situation für alle drei Parteien.
"Es war eine andere Erfahrung, auch das erste Mal richtig auf sich alleine gestellt zu sein. Und natürlich hat mich das menschlich noch mal weitergebracht. Das versuche ich auch hier jetzt reinzubringen, noch mal eine andere Verantwortung zu übernehmen. Und dementsprechend habe ich da ganz klare Ziele", gesteht er.
Neben Niklas Hauptmann (30) und Christoph Daferner (28) gehört "Oehmi" inzwischen zu den Dienstältesten in Schwarz-Gelb. Auch deswegen soll dieses Jahr dann auch endlich in der 2. Bundesliga der Durchbruch klappen.
Bei den ersten beiden Testspielen der Vorbereitung lief das gut an. Beim 14:0 in Neustadt/Spree steuerte er zwei Treffer bei.
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Dynamo-Profi Jonas Oehmichen hofft auf mehr Spielzeit
"Es war natürlich erst mal wieder ein schönes Gefühl, das schöne neue Trikot zu tragen. Und dann wieder mit den Jungs, die man kennt, auf dem Platz stehen zu können. Es hat einfach Spaß gemacht", erklärt der Offensiv-Spieler.
"Und ja, meine Situation ist so, dass ich Gas geben möchte, dass ich mich empfehlen möchte und natürlich jetzt hoffe, hier Spielzeit zu bekommen."
Auf welcher Position, zentral oder auf der Außenbahn, das ist eigentlich zweitrangig. "Egal, wo ich spiele, ich muss performen, und das muss funktionieren. Der Trainer in Aachen hatte die Devise: Egal, wo ich spiele, es wird schon passen, und es wird funktionieren", gibt Oehmichen zu.
"Ich habe es Gott sei Dank mehr oder weniger immer bestätigen können. Dementsprechend habe ich da keine Probleme. Da, wo der Trainer mich sieht, versuche ich zu performen und das würde auch auf der Innenverteidiger-Position so aussehen."
In der Vorbereitung muss er sich dafür anbieten. Die ist anstrengend genug. Vielleicht hilft ja auch ein wenig die Jugend gegenüber seinen "reiferen" Kollegen. "Ich denke schon, dass wir jungen Spieler das vielleicht noch mal ein Ticken besser wegstecken. Die älteren Herren machen das vielleicht ein bisschen mehr mit Auge. Aber das ist die Erfahrung, und die kommt dann auch hoffentlich irgendwann", scherzt er.
Titelfoto: IMAGO/Jörg Halisch

